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Daheim in den Bergen

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Daheim in den Bergen
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Georg Leitner (Thomas Unger, l) möchte, dass seine Tochter Lea (Lilly Kiara Walleshauser) bei ihm aufwächst. Foto: Guido Engels/ARD Degeto Foto: dpa

Dramatische Alpenpanoramen eignen sich offenbar gut für ebensolche Familienfehden. Das Erste hat daraus eine TV-Reihe gemacht, die schon im vergangenen Jahr gestartet ist. Bald geht es weiter.


Berlin (dpa) - »Daheim in den Bergen« ist eine Reihe im Ersten. Sie ist vor einem Jahr gestartet und wird nun fortgesetzt. Die vierte Folge mit dem Titel »Liebesleid« ist heute (3. Mai) um 20.15 Uhr zu sehen. Gedreht wurde im vergangenen heißen Sommer in Bayern: in Oberstaufen, Kempten und Umgebung.

Einst waren die beiden Bergbauern-Familien, die Leitners und die Hubers, dick miteinander befreundet. Bis zu jenem Tag, als der Pferdetherapeut Sebastian Leitner (Walter Sittler) den kleinen Sohn des Rinderzüchters Lorenz Huber (Max Herbrechter) überfahren hat, der bei dem tragischen Unfall starb. Danach war es mit der Familienfreundschaft vorbei, und mit der Liebe zwischen Florian Leitner (Matthi Faust) und Lisa Huber (Theresa Scholze) auch.

Inzwischen haben sich die Familien einander wieder angenähert. Lisas Schwester Marie (Catherine Bode) erwartet sogar ein Kind von Florians Bruder, dem ehedem verhassten Georg (Thomas Unger), was er jedoch nicht erfahren soll.

»Im Fall von Marie, die Georg die Vaterschaft um jeden Preis verheimlichen möchte, habe ich mich selbst etwas schwer getan«, zitiert das Erste Catherine Bode (44, »Böse Wetter - Das Geheimnis der Vergangenheit«). »Ich bin nämlich persönlich absolut davon überzeugt, dass sowohl Kind und Vater das Recht haben, voneinander zu erfahren.« Was nachvollziehbar klingt.

Außerdem hat Georg gerade einen Sorgerechtsstreit um seine achtjährige Tochter mit Exfrau Mirjam (Nina Gnädig) am Hals, bei dem ihn Lisa als Anwältin vertritt, die wiederum ausgerechnet mit Mirjams Rechtsbeistand (Frederic Heidorn) in die Kiste steigt.

Und dann sind da noch drei Freunde - unter ihnen der schrecklich schüchterne Tierarzt Frederik (Merlin Leonhardt) - aus gemeinsamen Schultagen, die bei einer Bergtour um die Gunst ihres gemeinsamen Schwarms Julia (Anna Hausburg) konkurrieren.

Solche harmlosen Nebenhandlungen mögen noch angehen, doch die Hauptstränge dieser Reihe sind kaum besser. Eine tiefere Zeichnung der Hauptfiguren bleibt leider aus. Zu hören ist belangloses Dauergeklimper und so mancher tiefe Seufzer, zu sehen sind sattgrüne Wiesen, sorgenvolle Mienen oder tränengefüllte Augen. Dazu gibt es Dialoge wie »Warum bist Du in sie verliebt?« mit der - erstaunlich passenden - Antwort »Das ist eine seltsame Frage«.

Die Schauspieler mühen sich durch das Geschehen, das Drehbuchautorin Brigitte Müller (»Der Bergdoktor«) und Regisseur Michael Zens (»Soko Kitzbühel«) offenbar für die pralle Lebenswirklichkeit halten.

Daheim in den Bergen - Liebesleid