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Computerspiele: So oft daddeln Kinder und Jugendliche

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Früher waren es Super Mario und Donkey Kong, heute sind es Minecraft und FIFA – für Jugendliche und Kinder gehören Computer- und Videospiele einfach zum Alltag dazu. Doch wie oft flüchten Kinder und Jugendliche in digitale Welten? Und was können Eltern tun, damit der Konsum nicht überhandnimmt? 


In die Rolle eines Fantasy-Helden schlüpfen und mit seinen Verbündeten in der fantastischen Welt Isyas die Feinde bezwingen – ein kurzer Log-In im Browser genügt und schon bricht man im Onlinespiel Fiesta ins Abenteuer auf. Wer heutzutage Lust aufs Daddeln verspürt, braucht im Grunde dank Browserspielen nichts weiter als eine leistungsstarke Internetverbindung. Hinzu kommen immer wieder neue Computer- und Konsolenspiele, denen insbesondere Kinder und Jugendlich einfach nicht widerstehen können. Einer aktuellen Bitkom-Umfrage zufolge (vollständige Version hier als PDF) verbringen sie fast zwei Stunden am Tag mit dem Zocken. Bei der Gruppe der 10- bis 18-Jährigen sind es insgesamt rund 117 Minuten am Tag. Die 16- bis 18-Jährigen kommen sogar auf 128 Minuten, die sie täglich mit Videospielen verbringen. Jungen (mit durchschnittlich 139 Minuten) bleiben dabei deutlich länger vor dem Bildschirm als Mädchen (mit knapp 89 Minuten pro Tag). Neben Fernsehen ist Gaming inzwischen die liebste Freizeitbeschäftigung von Kindern und Jugendlichen, bestätigt Bitkom-Vizepräsident Achim Berg. Neue Technologie wie Virtual Reality, hochauflösende Displays oder 3D tragen enorm dazu bei, dass die Spielwelten heute vielfältiger und realitätsnäher denn je sind. Doch wie schafft man es, dass Gaming den Alltag der Sprösslinge nicht komplett dominiert? Immerhin finden rund 20 Prozent der Eltern, dass ihre Kinder zu viel Zeit mit dem Daddeln verbringen – so zumindest eine tns emnid Umfrage im Auftrag von "Schau hin!". Es ganz zu verbieten, ist dem Elternratgeber zur Mediennutzung zufolge allerdings nicht der richtige Weg. Vielmehr sollten feste Spiele-Zeiten eingeführt werden, die nicht überschritten werden. Zudem sollten Eltern besonders achtsam sein, wenn das Kind selbstständig online spielt. Da bei Onlinespielen bisher keine Pflicht zur Alterskennzeichnung besteht, kann sich das Kind schnell und ohne es zu wissen für das falsche Spiel entscheiden. Mehr wertvolle Tipps zum Thema Onlinespiele bekommen Eltern beispielsweise auf schau-hin.info, einer Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Redaktion: Marc Huber

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