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Coach Runjaic soll beim MSV die Talfahrt beenden

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Kosta Runjaic wird als neuer Trainer des MSV Duisburg vorgestellt. Foto: Marius Becker Foto: dpa

Duisburg (dpa) - Die Aufgabe ist anspruchsvoll, aber Neueinsteiger Kosta Runjaic schreckt das nicht ab. Der 41 Jahre alte deutsche Fußballtrainer soll den Zweitligisten MSV Duisburg, der mit vier Niederlagen in die Saison gestartet ist, zurück in die Erfolgsspur bringen.


«Es ist seitens des MSV eine mutige Entscheidung, einen No-Name-Trainer zu verpflichten, aber ich habe ein gutes Gefühl», sagte Runjaic am Montag bei seiner Vorstellung in Duisburg.

Für den gebürtigen Wiener, der noch am Sonntag den Drittligisten Darmstadt 98 betreut hatte, ist es das erste Engagement in einer der beiden deutschen Bundesligen. In Duisburg unterschrieb Runjaic einen Vertrag bis Juni 2014. «Er war von der ersten Minute an unser Wunschtrainer. Ich bin davon überzeugt, dass Kosta Runjaic der richtige Trainer für den neuen Weg des MSV und für unsere Ziele ist», erklärte Duisburgs Sportdirektor Ivica Grlic. Bei Darmstadt 98 stand Runjaic noch bis 2014 unter Vertrag, dem Vernehmen nach zahlt der MSV eine Ablösesumme von rund 100 000 Euro an den hessischen Club.

Runjaic tritt die Nachfolge von Oliver Reck an, der am 25. August nach drei Niederlagen zum Saisonauftakt beurlaubt wurde. Auch Grlic konnte als Interimscoach beim 0:3 gegen 1860 München am vergangenen Freitag die Negativentwicklung nicht beenden. Null Punkte und 2:12-Tore aus den ersten vier Partien: Noch nie war der Traditionsverein schlechter in eine Profisaison gestartet. «Wir beginnen bei Null. Es dürfte jedem klar, dass in der aktuellen Situation die Defensivarbeit besonders wichtig ist», meinte Runjaic. Saisonziele wollte er nicht formulieren: «Es ist eine schwierige Situation und eine spannende Aufgabe. Mal sehen, was am Ende rauskommt.»

Der Abwärtstrend hält in Duisburg schon länger an. 2011 wurde zwar das Pokalfinale erreicht (0:5 gegen Schalke), doch in der 2. Liga ist der Club seit dem Bundesliga-Abstieg 2008 nur noch Mittelmaß und musste in der vergangenen Spielzeit eine Energieleistung aufbringen, um den Klassenverbleib zu schaffen.

Runjaic kennt sich mit derlei widrigen Situationen allerdings aus. 2010 hatte er den damaligen Regionalligisten Darmstadt 98 vor dem Abstieg bewahrt und ein Jahr später überraschend in die 3. Liga geführt. In Duisburg hoffen die Verantwortlichen auf eine ebenso konstante Arbeit des Trainers, dem nachgesagt wird, in taktischen Belangen besondere Kniffe zu beherrschen. «Ich bin weder ein Taktikfuchs noch ein Herkules. Es geht darum, dass die Mannschaft ihre Stärken wieder aufs Spielfeld überträgt», befand Runjaic.

In den vergangenen Spielen musste das Team auf bis zu sieben verletzte oder gesperrte Profis verzichten. Finanzieller Spielraum für weitere Verpflichtungen ist nicht vorhanden. Bis zum Match beim 1. FC Kaiserslautern sollen aber zumindest die Verteidiger Andre Hoffmann und Adil Lachheb sowie Mittelfeldmann Zvonko Pamic wieder zur Verfügung stehen.