weather-image
C³ – mit »Sterrwood« musikalisch durch die Nacht im Studio 16 in Traunstein

Clapton, Cream und Cale

Sterrwood, alleine der Bandname des Trios aus Inzell, das jetzt ein Konzert im Studio 16 in Traunstein gab, strotzt nur so von Anspielungen und möglichen Mehrfachdeutungen.

Groß war die stilistische Bandbreite, die die Musiker von »Sterrwood« beim Konzert in Traunstein präsentierten. (Foto: Ortner)

Holz, also Wood, haben die Brüder Peter und Gerhard Spannring schon aus beruflichen Gründen reichlich vor der Hütte. Ster(r) sowohl ein altes Holzmaß als auch der Name einer zum schönen Luftkurort gehörenden Siedlung. Die Herren haben (inklusive Gitarrist Florian Fresemann) also Humor – und zudem eine Menge Freude am Musikmachen. Üblicherweise ist das Repertoire von Sterrwood etwas breiter gefächert. Diesmal haben sie sich für ihre »Favourites« entschieden und präsentierten Songs von Eric Clapton, Cream und J. J. Cale. Die Initialzündung für diese Idee war die Veröffentlichung der Reunion-Konzerte von Cream aus der Londoner Royal Albert Hall im Jahr 2005. In diesem geballten Zwei-Stunden-Set wird deutlich, wie viele Hits und bekannte Songs C-C-C uns als musikalisches Erbe hinterlassen haben. Von Chartstürmern und Dauerbrennern wie »Cocain«, »Layla« »After Midnight«, »Crossroads« und »White Room« und noch viel mehr bis hin zu weniger bekannten Songs wie »Don’t go to Strangers« von J. J. Cale.

Anzeige

Auch die stilistische Bandbreite von C-C-C mit Folk, Rock, Blues, Country und Psychedelic kommt in dem geschnürten Paket gut zur Geltung. Lediglich in der Zugabenrunde weicht das Trio vom selbstgewählten Motto ab und switcht von C-C-C zu R-R und mit R.E.M. und Reamonn in die Gegenwart. Sehr feines Programm, bei dem die älteren Semester in glücklichen Jugenderinnerungen schwelgen können – und die jungen Musikfans eine Menge lernen über gute Rockmusik. Maria Ortner