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Chor- und Orchesterkonzerte stehen wieder im Mittelpunkt

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Die Altlandräte Jakob Strobl (links) und Leonhard Schmucker, der gleichzeitig Schirmherr der Musiksommer-Reihe 2014 ist, blättern bei der Mitgliederversammlung im Landratsamt Traunstein im neuen Programmheft. (Foto: Rasch)

Der Verein »Musiksommer zwischen Inn und Salzach« wird auch im 39. Jahr seines Bestehens seinen Leitlinien treu bleiben und von Mai bis September Kultur auf hohem Niveau vor historischer Kulisse zum Klingen bringen. »Große Chor- und Orchesterkonzerte werden auch heuer wieder das Gesicht der Veranstaltungsreihe prägen«, sagte der künstlerische Leiter Augustin Spiel bei der Mitgliederversammlung des Vereins im Landratsamt Traunstein. Das Eröffnungskonzert mit Werken von Franz List und Anton Bruckner am 2. Mai in der Stadtpfarrkirche Neuötting werde die Richtung der geistlichen Musik vorgeben.


»Wir können uns glücklich schätzen, wieder viele Chöre und Orchester aus der Region dem Publikum vorstellen zu können«, betonte Spiel. Der Veranstaltungsreihe sei es auch erneut gelungen, sechs junge ARD-Preisträger für ein Konzert zu gewinnen. Zu den weiteren Höhepunkten zählen die Stipendiaten der Orchesterakademie des Bayerischen Rundfunks und der Orpheus Chor München. Neben der Kammermusik und Serenaden-Konzerten wird heuer auch der gehobenen Volksmusik eine besondere Bedeutung beigemessen. Das ausführliche Programm gibt es wieder in einem Programmheft und unter www.musiksommer.info. Der Kartenverkauf für die 29 Konzerte beginnt am Donnerstag.

In Vertretung des 1. Vorsitzenden Landrat Hermann Steinmaßl informierte sein Stellvertreter Dr. Helmut Wittmann über die Spielsaison 2013. Das Kriterium eines hohen Qualitätsanspruches sei auch im letzten Jahr erfüllt worden und die Programmauswahl habe wieder allgemein großen Zuspruch erhalten, sagte Wittmann. Trotz einer verregneten ersten Hälfte der Konzertsaison habe das Zuschauerniveau vom Vorjahr mit insgesamt 8000 Besuchern gehalten werden können.

Dass der Verein auf gesunden finanziellen Beinen stehe, sei nicht zuletzt den großzügigen Sponsoren und dem Förderverein zu verdanken, ohne die die Konzertreihe nicht weiterbestehen könnte. Nach Angaben von Christian Hußmann von der Musiksommer-Geschäftsstelle im Landratsamt konnte ein Überschuss von rund 6000 Euro erwirtschaftet werden. Die Einnahmen lagen bei 122 600 Euro und die Ausgaben bei 116 300 Euro. Gleich zu Beginn der Versammlung wies der 2. Vorsitzende darauf hin, dass es auf Anregung des Altenmarkter Bürgermeisters Stefan Bierschneider bei den Konzertterminen 2014 keine Überschneidungen mit der Fußballweltmeisterschaft in Brasilien geben werde. Mit Ausnahme des Schirmherrn, Altlandrat Leonhard Schmucker, wurden von der Versammlung keine Wünsche vorgebracht: »Ich wünsche mir, dass die Vertreter der Konzertreihe weiter arbeiten wie bis her. Dann ist der Musiksommer für die Zukunft gerettet«, sagte Schmucker, der in Begleitung des Ehrenvorsitzenden Altlandrat Jakob Strobl der Versammlung beiwohnte.

Im nächsten Jahr kann der Verein auf 40 Jahre Bestehen zurückblicken. Nach Angaben von Eva Maria Borgard, die für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, seien anlässlich des Jubiläums einige Aktivitäten geplant, um eine gezielte Fokussierung auf die Konzerte zu erreichen. Dabei sollen neue Kanäle (verstärkter Internetauftritt, Facebook usw.) geöffnet werden. In Planung sei auch ein vierminütiger Imagefilm, der ins Internetportal eingestellt werden soll. Der Spot soll ehrenamtlich produziert werden. Weitere Überlegungen seien ein sogenannter Flashmob, eine spontane Versammlung von Künstlern, die gemeinsam an einem Ort für den Musiksommer werben. ga