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Chinas «Kronprinz» soll gesundheitliche Probleme haben

Peking (dpa) - Der seit fast zwei Wochen aus der Öffentlichkeit verschwundene chinesische Spitzenpolitiker Xi Jinping soll unter gesundheitlichen Problemen leiden.

Jinping
Die rätselhafte Abwesenheit des chinesischen Spitzenpolitiker Xi Jinping hatte Spekulationen über einen Herzanfall, Unfall oder sogar ein Attentat ausgelöst. Foto: Steve Pope Foto: dpa

Der 59 Jahre alte «Kronprinz», der im Herbst das Ruder als künftiger Staats- und Parteichef übernehmen soll, sei aber auf dem Weg der Besserung, berichtete der politische Kommentator Li Weidong am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa.

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Unter Berufung auf «ein Familienmitglied» sagte der frühere Chefredakteur der staatlichen Zeitung «Zhongguo Gaigebao»: «Ich kann sagen, dass Xi Jinping jetzt in einem guten Gesundheitszustand ist.» Er erhole sich langsam. Es sei nichts Ernstes.

Li Weidong bestritt, von einem «Herzanfall» gesprochen zu haben, wie ihn die britische Zeitung «Daily Telegraph» fälschlicherweise zitiert habe. Er habe keine eigenen Informationen über einen Herzanfall. Es werde nur darüber spekuliert.

Die zentralen Abendnachrichten des Staatsfernsehens verstrichen am Donnerstag auch wieder, ohne dass ein Lebenszeichen von Xi Jinping zu sehen war. Sein Name wurde nur in einer Staatszeitung neben den anderen Mitgliedern der Führung genannt, die der Familie eines gestorbenen Generals ihr Beileid ausgesprochen hätten.

Der Vizepräsident, der an der Spitze der künftigen «fünften Führungsgeneration» die Geschicke des Milliardenvolkes in die Hand nehmen soll, ist seit dem 1. September nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen worden. Er musste mehrere Treffen mit ausländischen Besuchern absagen.

Seine ungewöhnliche Abwesenheit hat wilde Spekulationen über einen Herzanfall, eine Rückenverletzung, einen Autounfall oder sogar ein mögliches Attentat ausgelöst. Offiziell wird weiter geschwiegen.