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Chaos im Land Simbabwe

«Du hast Hausarrest!» Das hört niemand gerne. Denn es bedeutet, dass man vorerst nicht mehr das Haus verlassen darf. In dem Land Simbabwe im Süden Afrikas sitzt gerade sogar ein wichtiger Politiker zu Hause fest: der Präsident des Landes.

KINA - Chaos im Land Simbabwe
In Simbabwe herrscht seit fast 40 Jahren Robert Mugabe. Er will, dass seine Frau Grace seine Nachfolgerin wird. Foto: Tsvangirayi Mukwazhi/AP/dpa Foto: dpanitf3

Grund dafür ist ein Streit über den Nachfolger des Präsidenten. Der Präsident heißt Robert Mugabe. Seit fast 40 Jahren ist er an der Macht. Viele sagen, dass Robert Mugabe schuld daran ist, dass so viele Menschen in Simbabwe sehr arm sind.

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Robert Mugabe ist schon 93 Jahre alt. Er will aber weiter Präsident bleiben. Und er möchte, dass seine Frau später seine Nachfolgerin wird. Viele Menschen finden das aber nicht gut. Dazu gehören auch Leute, die beim Militär arbeiten.

Am Dienstag tauchten plötzlich viele Soldaten in der Hauptstadt von Simbabwe auf. Manche fragten sich: Hat das Militär einen Putsch versucht? Putsch bedeutet: Eine Gruppe von Leuten übernimmt in einem Land ohne Erlaubnis und plötzlich die Macht. Sie setzt dafür die Regierung ab, oft auch mit Gewalt.

Ein wichtiger Soldat in Simbabwe sagte: Es gab keinen Putsch. Das Militär habe aber für eine Zeit lang die Macht übernommen, um für Ordnung zu sorgen. Die Menschen hoffen nun, dass es in Simbabwe trotzdem friedlich bleibt.