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Caroline Link entdeckte eigene Kindheit in Kerkeling-Film

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Caroline Link fühlt sich durch den Kerkeling-Film in die eigene Kindheit zurückversetzt. Foto: Michael Bahlo/dpa Foto: dpa

»Der Junge muss an die frische Luft«: Die Oscarpreisträgerin hat Hape Kerkelings Erinnerungen an seine Kindheit verfilmt. Sie stammt zwar nicht aus dem Ruhrgebiet, aber sagt: »Das ist die Welt, aus der ich komme.«


Düsseldorf (dpa) - Regisseurin Caroline Link (55) ist schnell warm geworden mit dem Drehbuch für ihren späteren Erfolgsfilm »Der Junge muss an die frische Luft«. Sie habe gedacht: »Das ist die Welt, aus der ich komme, auch wenn ich nicht aus dem Ruhrgebiet komme«, sagte Link am Donnerstag in Düsseldorf.

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Der Film nach der Autobiografie von Komiker Hape Kerkeling hatte seit dem Kinostart am 25. Dezember 2018 bislang 3,8 Millionen Zuschauer.

Wie der gleichaltrige Kerkeling habe sie sehr dominante Omas gehabt und eine Verwandtschaft, die viel gefeiert habe, sagte Link, die in Hessen aufgewachsen ist.

Die Oscarpreisträgerin erhält an diesem Freitag den mit 10.000 Euro dotierten Helmut-Käutner-Preis der Stadt Düsseldorf. Zuletzt wurden die Regisseure Margarethe von Trotta und Christian Petzold sowie der Schauspieler Ulrich Tukur damit ausgezeichnet.

Nach ihren Erfahrungen mit Belästigungen aus der Kategorie der »Me too«-Debatte gefragt, sagte Link, es habe auch unangenehme Begegnungen gegeben. »Ich konnte mich schon immer wehren«, sagte die 55-Jährige. Sie glaube auch, das sei nicht nur in der Filmbranche so gewesen. Es sei wohl in einer gewissen Zeit üblich gewesen, dass Männer in Machtpositionen gedacht hätten, das dürften sie.