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BVB patzt bei turbulentem 2:2 in Bremen erneut

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Werder Bremen - Borussia Dortmund
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Dortmunds Torwart Roman Bürki kassiert den Treffer zum 1:2-Anschluss. Foto: Friso Gentsch Foto: dpa

Lange sieht es nach einem souveränen Sieg des BVB in Bremen aus. Dann patzt Keeper Bürki und plötzlich scheint die Meisterschaft fast entschieden. Ein früherer Münchner hat daran entscheidenden Anteil.


Bremen (dpa) - Ausgerechnet der Ex-Münchner Claudio Pizarro hat Borussia Dortmund den nächsten Tiefschlag im Titelrennen verpasst.

Der 40-Jährige erzielte beim 2:2 (0:2) seines SV Werder Bremen gegen den BVB den späten Ausgleich und sorgte mit dafür, dass die neunte Meisterschaft der Dortmunder immer unwahrscheinlicher wird. Die eingewechselten Kevin Möhwald (70. Minute) und Pizarro (75.) trafen am Samstagabend für Werder noch zum Ausgleich. Zuvor hatten die Dortmunder ihr lange überlegendes Spiel nur zu Toren von Christian Pulisic (6. Minute) und Paco Alcácer (41.) genutzt.

»Ich versuche immer Tore zu machen gegen jeden Gegner«, sagte Pizarro, der nach der Partie von den Bremer Fans mit Sprechchören gefeiert wurde. Während die Zuschauer ihren Helden feierten, ärgerten sich die Borussen. »Es ist schwer zu sagen, wie wir das wieder angestellt haben«, sagte der enttäuschte Dortmunder Julian Weigl. »Das ist einfach unglaublich ärgerlich.« BVB-Trainer Lucien Favre sagte: »Wir kriegen zwei unnötige Tore, das ist klar.«

Eine Woche nach dem bitteren 2:4 im Derby gegen den FC Schalke 04 erlitt das Team von Trainer Lucien Favre den nächsten herben Rückschlag in der Fußball-Bundesliga. Der BVB geht nun mit vier Punkten Rückstand und der um 18 Tore schlechteren Differenz auf Spitzenreiter FC Bayern München in die letzten beiden Spieltage der Saison. Allerdings hat Dortmund auch das wohl einfachere Restprogramm. Die Westfalen spielen noch gegen Aufsteiger Fortuna Düsseldorf und die seit Wochen indisponierte Borussia aus Mönchengladbach. Die Bayern müssen noch beim Tabellendritten RB Leipzig und gegen den Vierten Eintracht Frankfurt antreten.

Werders Chancen auf eine Europapokal-Qualifikation bleiben gering. Der Rückstand auf einen Europa-League-Rang beträgt vier Zähler und könnte am Sonntag noch auf fünf Punkte wachsen. Der Tabellen-Neunte muss bei 1899 Hoffenheim zudem auf Spielmacher Davy Klaassen verzichten, der seine fünfte Gelbe Karte sah. »Das Ergebnis denkt sich nicht mit unseren Ansprüchen«, sagte Bremens Kapitän Max Kruse bei Sky. Er wollte sich von der Aufholjagd nicht blenden lassen.

Ohne den gesperrten Abwehrchef Niklas Moisander hatten die Bremer von Beginn an große Probleme mit der Offensivwucht der Dortmunder, bei denen zunächst keine Verunsicherung nach der Derby-Blamage zu sehen war. Ein ums andere Mal spielten sich die Gäste scheinbar mühelos durch das Mittelfeld. So schloss der künftige Chelsea-Profi Pulisic ein herrliches Solo früh zur Führung ab. Das zweite BVB-Tor durch einen direkt verwandelten Freistoß vom spanischen Torjäger Alcácer fiel später genau zur rechten Zeit für die Borussen. Die Bremer kamen nach ihrem ersten Torschuss durch Milot Rashica nach 35 Minuten gerade besser ins Spiel, als Alcácer sehenswert einnetzte.

Auch ohne ihren verletzten Top-Star Marco Reus blieb Dortmund nach der Pause zunächst dominant. Angetrieben von Mittelfeldherrscher Axel Witsel bestimmten die kombinationsstarken Gäste das Geschehen, verpassten aber mögliche weitere Treffer. Das rächte sich.

Werder fand auch bei allem Bemühen und insbesondere großem Einsatz von Kruse in dessen 250. Bundesliga-Spiel selbst nicht mehr ins Spiel zurück. Das erledigten die Dortmunder und ihr Torhüter Bürki für die Bremer. Der Schweizer ließ einen unplatzierten Schuss des eingewechselten Möhwald ins Netz rutschen. Dies gab den Bremern noch einmal Auftrieb. Nur fünf Minuten später glich der ebenfalls eingewechselte Pizarro aus - und Werder hatte sogar noch Chancen auf den Sieg, der den Spielverlauf hingegen völlig auf den Kopf gestellt hätte. Nach einer strittigen Szene im Strafraum, als Götze der Ball an den Arm sprang, gab es keinen Elfmeter für den SVW.

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