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Buttnmandl-Lauf: Kramperl auf dem Weg nach Berchtesgaden

Bischofswiesen – Der Bundeswehr-Nikolaus mit seinen Buttnmandln, Ganggerln und Engerln ist am Dienstagnachmittag aus der Kaserne Strub in Bischofswiesen losgelaufen.

Foto: Pfeiffer

Buttnmandl sind in langes, gedroschenes Stroh eingebundene Männer. Sie tragen schwere Kuhglocken, die um die Hüfte gebunden werden, und sogenannte Larven (Fell- oder Holzmasken) mit Hörnern, überlangen Zähnen und heraushängenden Zungen.

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Durch das Buttn – Scheppern oder Rütteln – großer Glocken sollten die Strohmänner früher einmal böse Geister verschrecken. "Man hat versucht sie zu vertreiben, indem man sich selbst als einer verkleidet hat", sagte Hans Neumayer, gebürtiger Berchtesgadener und selbst ein ehemaliges Buttnmandl.

Ein Dutzend Strohmänner, mindestens ein Krampus und ein Nikolaus bilden zusammen eine "Bass", wie Neumayer erklärte. Im Berchtesgadener Land gebe es etwa 40 solcher Gruppen, schätzte der 63-Jährige. Ab Einbruch der Dunkelheit sollte man sie bei zahlreichen Hausbesuchen zu Gesicht bekommen.

Kramperl auf dem Weg nach Berchtesgaden:

Beim An- und Ablegen der Strohkleidung müssen bis zu drei Leute helfen. Mit den von den Buttnmandl mitgeführten Ruten bekommt so mancher einen Schlag um die Beine zu spüren. Die Buttnmandln müssen ständig in Bewegung sein, damit das Geläut ihrer Glocken konstant zu hören ist.

Bilder vom Dienstag in Bischofswiesen:

red/dpa