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Busfahrer wollte schummeln – und muss dafür tief in die Tasche greifen

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Foto: Bodo Marks/dpa-Archiv

Siegsdorf – Ein großes Fehlverhalten legte ein Busfahrer an den Tag, der auf der Autobahn bei Siegsdorf kontrolliert wurde. Er saß zu lang am Steuer und transportierte nicht genehmigte Güter.


Am Sonntagnachmittag gegen 17 Uhr wurde auf der Autobahn bei Siegsdorf ein serbischer Reisebus angehalten und kontrolliert. Als die Beamten der Verkehrspolizei Traunstein die Diagrammscheiben haben wollten, gab der Fahrer nur seine aktuell ins Kontrollgerät eingelegte Diagrammscheibe heraus. Als er nochmals nach weiteren Scheiben gefragt wurde, gab er dann an, dass er nur am Sonntag gefahren sei und händigte ein Schreiben seines Chefs aus, auf dem bestätigt wurde, dass er seit einem Monat Urlaub hatte.

Bei der weiteren Kontrolle fiel einem der Beamten auf, dass er noch Diagrammscheiben in seiner Umhängetasche hatte und diese nicht vorzeigen wollte. Erst als die Beamten ihn direkt aufforderten, die anderen Diagrammscheiben auszuhändigen, tat er dies auch.

Die Polizisten stellten fest, dass er mit dem Kraftomnibus gefahren ist, als er angeblich Urlaub hatte. Bei der genaueren Überprüfung kam dann heraus, dass er noch eine weitere falsche Bescheinigung bei sich hatte und zusätzlich gingen ihm noch eine Fahrscheiben ab.

Bei der Kontrolle der Gepäckflächen wurde ebenfalls geschummelt. Nicht nur das Reisegepäck der Gäste hatte der Fahrer eingeladen. Im Gepäckraum hatte er noch Waschmaschinen, Rasenmäher, Bettgestelle und Päckchen für Personen, die im Heimatland wohnten. Eine entsprechende Genehmigung für den Güterverkehr konnte der Fahrer allerdings nicht vorweisen.

Nach der Anzeigenaufnahme und Hinterlegung einer Sicherheitsleistung von über 2000 Euro konnte ein Ersatzfahrer die Insassen in ihr Heimatland fahren.