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Bundespolizei bringt drei Straftäter hinter Gitter

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Foto: Bundespolizei

Freilassing – Die Bundespolizei hat am Mittwoch bei Grenzkontrollen in Freilassing und auf der A8 drei Personen festgenommen. Nur einem der Männer blieb der Gang ins Gefängnis erspart.


In den Morgenstunden stoppten Bundespolizisten auf der A8 bei Schwarzbach ein Auto mit ungarischen Kennzeichen. Wie sich bei der Überprüfung der Personalien herausstellte, war einer der Insassen gleich mehrfach vom Amtsgericht Erding unter anderem wegen Betrugs verurteilt worden.

Seine Justizschulden in Höhe von fast 4000 Euro hatte er jedoch bisher nicht beglichen. Ersatzweise drohten dem Ungarn nun 100 Tage Haft. Der 45-Jährige konnte den geforderten Betrag im Laufe des Tages aufbringen und einen Gefängnisaufenthalt verhindern.

Knapp 11 Monate Gefängnis

Für fast elf Monate muss jedoch ein kosovarischer Staatsangehöriger hinter Gitter. Gegen ihn waren vom Amtsgericht Lüdenscheid bereits 2008 und 2010 wegen schweren Diebstahls Freiheitsstrafen von insgesamt zwei Jahren und zehn Monaten verhängt worden. Nachdem der Verurteilte einen Teil der Strafe verbüßt hatte, musste er in sein Heimatland zurückkehren.

Damals war der 35-Jährige belehrt worden, dass bei einer Rückkehr nach Deutschland auch die Reststrafe von 325 Tagen verbüßt werden müsse. Bei seiner Einreise in die Bundesrepublik nahmen ihn die Bundespolizisten fest. Anschließend lieferten sie ihn in die Justizvollzugsanstalt Bernau ein.

Er hätte nur nicht nach Deutschland einreisen dürfen

Auf der Saalbrücke in Freilassing kontrollierte die Bundespolizei am Abend die Insassen eines Kleintransporters. Der 35-jährige Beifahrer konnte sich zwar ordnungsgemäß ausweisen, musste seine Reise aber trotzdem beenden. Denn mit Hilfe des Fahndungscomputers stellten die Beamten fest, dass der Mann von der Traunsteiner Staatsanwaltschaft mit einem Haftbefehl gesucht wurde.

Wegen der Einfuhr von Betäubungsmitteln musste der serbische Staatsangehörige bereits 16 Monate hinter Gittern verbringen. Danach war er in seine Heimat abgeschoben worden. Aufgrund seiner Wiederkehr nach Deutschland hatte er nun seine restliche Freiheitsstrafe von 311 Tagen im Bernauer Gefängnis anzutreten.