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Bürgerinitiative klagt gegen Münchner Bahnhofsabriss

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Beginn Abriss Schalterhalle Hauptbahnhof München
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Wolfgang Hesse (l) vom Münchner Forum, und Ates Gürpinar, Sprecher der Linken, demonstrieren gegen den Abriss. Foto: Peter Kneffel Foto: dpa

München (dpa/lby) - Eine Bürgerinitiative klagt gegen den Abriss der Schalterhalle im Münchner Hauptbahnhof. Wie der Bayerische Verfassungsgerichtshof am Montag bestätigte, wird ein Antrag auf einstweilige Anordnung geprüft. Die Bürgerinitiative »Münchner Architektur und Kultur« fordert eine behutsame Sanierung, die Rücksicht auf den Denkmalschutz nehmen soll. Die Gleishalle des Münchner Hauptbahnhofes sowie der Starnberger Flügelbahnhof auf der Nordseite stehen unter Denkmalschutz.


Die Deutsche Bahn schloss die Schalterhalle aus den 1950er Jahren am Montag. Der Abriss soll Platz schaffen für den Bau der zweiten S-Bahn-Stammstrecke. Bis 2029 soll das neue Bahnhofsgebäude entstehen.

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch plant die Polizei eine Übung zum Vorgehen bei einem Terroranschlag in der gesperrten Schalterhalle. Zwischen Mitternacht und vier Uhr morgens sollen Bundes- und Landespolizisten gemeinsam üben.

Strikt gegen den Abriss sind der Kabarettist Helmut Schleich, der Verein Münchner Forum, die Linken sowie der Kreisverband des Verkehrsclubs Deutschland. In einem offenen Brief fordert diese Gruppe ein Moratorium für das größte Schienenprojekt des Freistaats. »Überstürzt und fahrlässig« sei eine Sperrung des Empfangsgebäudes zum jetzigen Zeitpunkt, weil die Planung nicht gesichert sei.

Bayerischer Denkmal-Atlas