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BRK Berchtesgaden bekommt neue Heimat am Lustheim

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Schönau am Königssee
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Am Lustheim, direkt hinter dem Bergfriedhof, sollen das neue BRK-Bereitschaftsgebäude und Garagen für den Katastrophenschutz entstehen. Zustimmung für die Pläne gab es im Gemeinderat Schönau am Königssee. (Foto: Kastner)

Schönau am Königssee – Ein Grundstückstausch zwischen Friedhofsverband Berchtesgaden und Bioenergie Berchtesgadener Land GmbH soll in unmittelbarer Nachbarschaft des Bergfriedhofs zwei Bauprojekte ermöglichen. Das BRK Berchtesgaden will am Lustheim sein neues Bereitschaftsgebäude inklusive Garagen für den Katastrophenschutz errichten. Und auf der Wiese östlich des Heizkraftwerks soll ein neues Lagergebäude für Hackschnitzel gebaut werden. Der Gemeinderat Schönau am Königssee leitete am Dienstag einstimmig das Bauleitplanverfahren ein.


Noch nicht ganz abgeschlossen, aber weit fortgeschritten seien die Verhandlungen zum Grundstückstausch zwischen Friedhofsverband und Bioenergie, sagte Bürgermeister Hannes Rasp im Gemeinderat. Es geht dabei um das bebaute Grundstück westlich des Heizkraftwerks, das der Bioenergie GmbH gehört, und um das Wiesengrundstück östlich des Heizkraftwerks, das aktuell dem Friedhofsverband gehört. Nach Abriss der alten Gebäude auf dem Lustheim-Grundstück könnte das BRK hier seine neue Rettungswache plus Garagen für den Katastrophenschutz errichten. Denn das BRK sucht bereits seit langer Zeit nach einem neuen Standort, weil es am Wiesenweg deutlich zu eng wurde. Auf dem vorderen Grundstücksteil neben dem Friedhofsparkplatz soll laut Bürgermeister Rasp außerdem ein Gebäude für einen kleineren Gewerbebetrieb entstehen, »der ein friedhofnahes Gewerbe ausübt«.

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»Aus Sicht des BRK freut mich diese Entwicklung«, sagte Bürgermeister Rasp. Denn die aktuellen Verhältnisse am Wiesenweg mit Unterbringung der Fahrzeuge an mehreren Orten seien keine Dauerlösung. Untergebracht werden soll laut Bürgermeister hier auch ein Fahrzeug der Wasserwacht.

Die Gemeinderäte begrüßten in der kurzen Diskussion die Pläne, verwiesen aber auch auf die Wichtigkeit des Parkplatzes. Michael Lochner (Freie Wähler) sprach sich sogar dafür aus, an eine Erweiterung zu denken. Vor allem sollte im Zuge des BRK-Projekts auch endlich der Ausbau der Kreisstraße am desolaten Fergerlberg vorangetrieben werden. Bürgermeister Hannes Rasp wollte dazu nicht viel sagen, weil »ein anderes Gremium« darüber beschließen müsse. Gemeint war damit natürlich der Kreistag. Rasp wusste allerdings, dass eine zeitnahe Lösung in Aussicht sei.

Einstimmig leitete der Gemeinderat das Bauleitplanverfahren ein und sprach sich für die 1. Änderung des Bebauungsplans »Lustheim« aus. Ulli Kastner