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Braunschweig bleibt vorn - Hertha und 1860 siegen

Spitzenteam
Die Braunschweiger Spieler bejubeln den 3:0-Sieg über den MSV Duisburg. Foto: Dominique Leppin Foto: dpa
Heimvorteil
Herthas Spieler bejubeln das 1:0 nach einem Freistoß von Ronny (r). Foto: Soeren Stache Foto: dpa
Untröstlich
Fabian Schönheim von Union Berlin sitzt nach seinem Eigentor auf dem Rasen. Foto: Thomas Eisenhuth Foto: dpa
Torschütze
Münchens Moritz Stoppelkamp (10) bejubelt sein Tor zum 1:0. Foto: Armin Weigel Foto: dpa
Parade
Braunschweigs zweiter Keeper Daniel Davari hält einen Schuss auf sein Tor. Foto: Dominique Leppin Foto: dpa
Eingeköpft
Unions Simon Terodde (3.v.r.) trifft per Kopf gegen Aues Torwart Martin Männel zum 1:0. Foto: Thomas Eisenhuth Foto: dpa
Ostkurve
Die Berliner Fans bejubeln ihre Mannschaft. Foto: Soeren Stache Foto: dpa
Ballverlust
Ingolstadts Pascal Groß (r) verliert den Kampf um den Ball gegen den Münchner Moritz Stoppelkamp. Foto: Armin Weigel Foto: dpa

München (dpa) - Eintracht Braunschweig hat seine Tabellenführung in der 2. Fußball-Bundesliga verteidigt. Die überraschend konstanten Niedersachsen schlugen Schlusslicht MSV Duisburg dank später Treffer noch standesgemäß mit 3:0 (0:0) und verdrängten Energie Cottbus wieder von der Spitze.


Die Brandenburger hatten mit drei Punkten am Vortag vorgelegt. In Schlagdistanz bleiben Hertha BSC und der TSV 1860 München. Die Erstliga-Absteiger aus Berlin gewannen gegen Dynamo Dresden mit 1:0 (1:0), die «Löwen» siegten beim FC Ingolstadt mit 2:0 (1:0). Der Tabellenvorletzte Erzgebirge Aue kam gegen Union Berlin zu einem 1:1 (0:1).

Die weiter ungeschlagenen Braunschweiger taten sich daheim gegen Duisburg lange überaus schwer, erst kurz vor Schluss gelangen Marc Pfitzner (80. Spielminute), Pierre Merkel (83.) und Dennis Kruppke (87.) die Treffer. «Wichtig war, das Ding heute zu erzwingen. Ein großes Lob an alle», sagte Trainer Torsten Lieberknecht. Das Team vom Niederrhein um den neuen Coach Kosta Runjaic verteidigte gut und konnte vorne sogar Nadelstiche setzen - das schien in einer mäßigen Partie zunächst für einen Punkt zu reichen. «Wir werden nicht in Depression verfallen, sondern bis zum Ende der Saison alles versuchen, um in der Liga zu bleiben», meinte Runjaic.

Hertha BSC war im Berliner Olympiastadion dagegen schnell bei der Sache - und ging schon nach fünf Minuten in Führung. Per Eigentor sorgte Dresdens Roman Bregerie für das 1:0, Sandro Wagner und Änis Ben-Hatira hätten schon vor der Pause für klarere Verhältnisse sorgen können. Aber auch so reichte es zum immerhin schon vierten Saisonsieg für das schwach gestartete Team aus der Hauptstadt.

Im bayerischen Derby zeigte 1860 München dem FC Ingolstadt die Grenzen auf. Am Ende stand gegen den ambitionierten Konkurrenten aus dem Freistaat ein verdienter 2:0-Sieg - und das auswärts. Der frühere Hannoveraner Moritz Stoppelkamp (32.) erzielte den ersten Treffer für die Sechziger, Guillermo Vallori (73.) legte technisch brillant nach - mit einem sehenswerten Heber über Ingolstadts chancenlosen Torwart Ramazan Özcan. «Ich habe noch nie so ein Tor gemacht und bin darüber natürlich sehr glücklich», äußerte Vallori.

In Aue wird die Situation immer prekärer für Trainer Karsten Baumann, der mit den Erzgebirglern in der Tabelle weiterhin ganz hinten drin steckt. Union-Abwehrmann Fabian Schönheim (83.) sorgte per Eigentor zumindest für einen Punkt, nachdem für die Berliner schon früh Simon Terodde (7.) getroffen hatten.

Für Aufsehen sorgte der FC St. Pauli - einen Tag nach seiner dritten Saisonpleite und dem insgesamt schlechtesten Zweitliga-Start seit zehn Jahren: Trainer André Schubert wurde von den Vereinschefs beurlaubt. Die «langanhaltende sportliche Talfahrt» bewog die Hamburger zu dem Schritt, nachdem St. Pauli durch die 0:1-Heimpleite am Mittwoch gegen Aalen in die Nähe der Abstiegsränge gerutscht war.

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