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Bolt und Blake auch in Zürich nicht zu stoppen

Zürich (dpa) - Die Sprintstars Usain Bolt und Yohan Blake haben sich beim Leichtathletik-Klassiker in Zürich auch vom strömenden Regen nicht ausbremsen lassen. Dreifach-Olympiasieger Bolt stellte einen Meetingrekord über 200 Meter auf. Seinem Freund Blake gelang das gleiche über 100 Meter.

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Usain Bolt dominiert das Rennen auch ohne Weltrekord. Foto: Alessandro Della Bella Foto: dpa

Der einzige Top-Athlet, der bei dem traditionsreichen Diamond-League-Wettbewerb im Letzigrund-Stadion unter dem nasskalten Wetter richtig litt, war 800-Meter-Favorit David Rudisha. Statt wie erhofft einen Weltrekord zu laufen, kassierte der Kenianer völlig überraschend die erste Niederlage dieser Saison - gegen den erst 18 Jahre alten Äthiopier Mohammed Aman. Superstar Bolt fror sichtlich am Startblock, gewann die 200 Meter dann trotzdem in 19,66 Sekunden. Hinter dem 26-Jährigen liefen drei weitere Sprinter aus Jamaika durchs Ziel: Nickel Ashmeade (19,85), Jason Young (20,08) und Warren Weir (20,18). «Es war mir ein großes Vergnügen, wieder hier zu laufen», sagte Bolt nach seiner Rückkehr zum berühmtesten Leichtathletik-Meeting der Welt.

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Auch sein Trainingspartner Blake war über 100 Meter schneller, als es Legenden wie Carl Lewis oder Bolt selbst im Letzigrund jemals gewesen sind. Der 22 Jahre alte Weltmeister aus Jamaika siegte nach 9,76 Sekunden mit großem Vorsprung vor seinem Landsmann Nesta Carter (9,95) sowie dem Amerikaner Ryan Bailey (9,97). Ex-Weltmeister Tyson Gay aus den USA wurde wegen eines Fehlstarts disqualifiziert.

«Ich bin nicht wirklich überrascht, dass ich nach Olympia so stark und so schnell bin», sagte Blake, der in der vergangenen Woche in Lausanne sogar eine Zeit von 9,69 Sekunden gelaufen war. «Ich fühle mich gut. Und nächstes Jahr kann ich noch besser werden.»

800-Meter-Olympiasieger Rudisha kassierte dagegen überraschend die erste Niederlage seit dem September 2011. Eigentlich wollte der 22 Jahre alte Kenianer noch einmal seinen eigenen Weltrekord unterbieten, doch dann wurde er auf der Zielgeraden noch von Mohammed Aman abgefangen. Der Äthiopier siegte wie schon vor elf Monaten in Mailand in 1:42,53 Minuten vor Rudisha (1:42,81), was den großen Favoriten sichtlich enttäuschte. «Meine Beine fühlten sich müde an. Ich kann einfach nicht gut laufen, wenn das Wetter nicht gut ist. Es war der Regen, der mich gestoppt hat», meinte er.