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Boll: «Leider nicht gebacken bekommen»

London (dpa) - Timo Boll wartet weiter auf die ersehnte Einzel-Medaille bei Olympia. In London blieb der Tischtennis-Star trotz optimaler Vorbereitung im Achtelfinale hängen. Die unerwartete Pleite gegen den Rumänen Adrian Crisan traf den WM-Dritten hart. 2016 wird er bereits 35 Jahre alt sein.

Ausgeschieden
Timo Boll hätte nach dem Achtelfinal-Aus heulen können. Foto: Bernd Thissen Foto: dpa

Wie fühlen Sie sich nach dieser bitteren Niederlage?

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Boll: «Am liebsten würde ich losheulen. Da fehlen mir etwas die Worte, auch wenn mein Gegner sehr, sehr stark gespielt hat. Ich hatte auch meine Chancen, aber dann muss man Führungen und Satzbälle auch nutzen. Ich habe es leider nicht gebacken bekommen.«

Machen Sie sich Vorwürfe, haben Sie etwas falsch gemacht?

Boll: «Vorbereitungstechnisch eigentlich nicht. Die Vorbereitung war optimal. Ich weiß nicht, ob ich vielleicht zu einem Psychologen hätte gehen müssen. Man steht am Tisch und verkrampft. Ich habe nicht den Weg gefunden, um über mich hinauszuwachsen.»

Wie werden sie mit dieser Enttäuschung umgehen?

Boll: «Das Leben und das Tischtennis-Leben gehen weiter. Ich werde jetzt zwei, drei Tage jammern, dann beginnt der Team-Wettbewerb. Wir haben die Chance, dort eine Medaille zu gewinnen. Die wollen wir nutzen.»