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Finanzmärkte

Börsen in Asien brechen ein

Der Sieg des Republikaners Donald Trumps in der US-Präsidentschaftswahl belastet die Märkte weltweit. Anlagen, die Sicherheit versprechen, legen derweil zu.

Börse in Tokio
Der Nikkei-Index stürzte ab. Foto: Franck Robichon Foto: dpa

Frankfurt/Main (dpa) - Die internationalen Finanzmärkte sind am Morgen angesichts des Wahlsiegs von Donald Trump bei der US-Präsidentenwahl stark unter Druck geraten. In Asien gingen die Börsen in die Knie. Der japanische Nikkei-Index schloss mit massiven Verlusten.

Der Index für 225 führende Werte stürzte um fast 1000 Punkte in den Keller. Zum Handelsende notierte der Index einen Abschlag von 919,84 Punkten oder 5,36 Prozent beim Stand von 16.251,54 Punkten.

An den Finanzmärkten fürchten Anleger bei einem Präsidenten Trump eine Einschränkung des freien Warenverkehrs sowie eine Abschottung durch Grenzzäune. Dies wäre langfristig Gift für die international aufgestellten US-Konzerne und deren Aktien.

Der US-Dollar verlor gegenüber Yen und Euro stark an Wert. Der japanische Yen gewann am Morgen im Verhältnis zum US-Dollar um 3,8 Prozent an Wert. Der Yen gilt an den Finanzmärkten als sicherer Hafen. Sinkt das Sicherheitsbedürfnis der Anleger, gibt die Währung tendenziell nach. Umgekehrt legt sie in der Tendenz zu, wenn die Unsicherheit steigt.

Auch der Euro stieg. Er baute am Morgen angesichts der jüngsten Entwicklung bei der US-Wahl seine Gewinne deutlich aus. Die Gemeinschaftswährung legte zwischenzeitlich um 2,5 Prozent bis auf 1,1300 Dollar zu. Diese Schwelle wurde zuletzt am 8. September überschritten. Am Morgen lag der Euro bei 1,1230 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstag auf 1,1038 (Montag: 1,1062) Dollar festgesetzt.

Der chinesische Yuan gewann im Verhältnis zum US-Dollar ebenfalls. Dagegen verlor der mexikanische Peso im Verhältnis zum US-Dollar um 13 Prozent an Wert. Ein Dollar kostete am frühen Morgen bis zu 20,7450 Peso. Damit ist der Peso so schwach wie nie zuvor. Aufgrund der Sensibilität des Peso auf die Ereignisse im Vorfeld der US-Präsidentschaftswahlen galt die mexikanische Währung an den Finanzmärkten als «Trump-o-Meter». Weil Trump Mexiko mit einem Handelskrieg und mit dem Bau einer Mauer an der Landesgrenze gedroht hatte, galt: Je höher die Chancen Donald Trumps auf einen Wahlsieg schienen, desto höher war der Druck auf den Peso.

Die Preise der beiden wichtigsten Ölsorten haben am Morgen weiterhin um drei Prozent an Wert verloren - ihre Verluste aber etwas verringert. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent fiel zuletzt bis auf 44,73 US-Dollar und damit auf den niedrigsten Stand seit August. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI gab auf 43,52 Dollar nach und damit ebenfalls auf den niedrigsten Stand seit August.

Der Goldpreis hat am frühen Morgen um über vier Prozent zugelegt. Der Preis für eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) kletterte zuletzt bis auf 1330,26 US-Dollar. Das ist der höchste Stand seit Ende September.

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