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Neues Entsorgungskonzept für den Landkreis Berchtesgadener Land

Biomülltonne für den Landkreis kommt 2019

Das Landratsamt Berchtesgadener Land führt zum 1. April 2019 ein neues Entsorgungskonzept für die Restmüll- und Biomülltonne ein. Dazu laufen bereits seit Monaten die Vorbereitungen auf Hochtouren.

Foto: Symbolbild (dpa)

Für den Landkreisbürger bedeutet das künftig mehr Flexibilität bei der Wahl der Tonnengröße und des Abholrhythmus. Mit der getrennten Erfassung von Bioabfällen leistet der Landkreis einen Beitrag zu einer ökologisch hochwertigen Verwertung des organischen Abfalls.

Um die Entsorgung von Restmüll und Biomüll von rund 25 000 Haushalten werden sich dann nicht mehr die einzelnen Gemeinden, sondern der Landkreis selbst kümmern. So herrscht künftig im gesamten Landkreis Gebührengerechtigkeit. Neue Restmüll- und Biomülltonnen werden rechtzeitig kostenlos zur Verfügung gestellt, so das Landratsamt in einer Pressemitteilung.

Landrat Georg Grabner dazu: »Das Berchtesgadener Land ist als Biosphärenregion mit dem Nationalpark Berchtesgaden, mit einem vorbildlichen Klimaschutzkonzept und vielem mehr bereits einer der nachhaltigsten Landkreise Bayerns. Bei der Abfallvermeidung und der Entsorgung, vor allem beim Recycling und bei der Wertstoffgewinnung, ziehen wir jetzt gemeinsam mit den Bürgern nach. Im Vordergrund steht dabei der Dreiklang 'Abfall vermeiden, verwenden und verwerten', denn der beste Abfall ist der, der gar nicht erst anfällt.« Ziel sei es, die Restabfallmenge bis 2030 um 30 Prozent zu reduzieren.

Laut Kreislaufwirtschaftsgesetz sind Bioabfälle seit 2015 getrennt vom Restmüll zu sammeln. Haushalte, die nicht selbst kompostieren können oder die die Voraussetzungen für die Eigenkompostierung nicht erfüllen, sind daher verpflichtet, eine Biotonne zu nutzen. Auf Antrag können Hauseigentümer einen Nachlass auf die Abfallgebühr erhalten, wenn Eigenkompostierung auf dem eigenen Grundstück nachgewiesen werden kann.

Alle neuen Bio- und Restmülltonnen sind mit einem Chip ausgestattet, mit dem beispielsweise die Zuordnung zum Bürger ermöglicht wird. Das erleichtert die digitale Bearbeitung der Entsorgung. Unabhängig vom Biomüll aus dem Haushalt sollten Grün- und Gartenabfälle auch weiter am Wertstoffhof angeliefert werden.

Die Haushalte werden ab September per Post informiert. Parallel dazu sind Informationsveranstaltungen in den Gemeinden sowie eine ausführliche Abfallberatung geplant – persönlich und digital. fb