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Bilder-Vortrag zeigte Fortschritte im Bartang-Tal

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Über die großherzigen Spenden für eine dringend nötige Trinkwasser-Aufbereitung im Bartang-Tal freuten sich Bärbel Heger (Vorsitzende des Frauenbundes Marktschellenberg), Hanni Resch (Familienkreis Ramsau), Evi Wust (Vorsitzende des Frauenbundes Unterstein), Peter und Gisela Bondes sowie Elisabeth Bülow (Tee-nach-Sieben). (Foto: privat)

Berchtesgaden – Das Ehepaar Bondes zeigte wieder mit einem Film und zum Teil bewegenden Bildern, was sich im Bartang-Tal mit ihrer Hilfe und der Unterstützung vieler Engagierter im vergangenen Jahr neues entwickeln konnte. Zum Vortrag eingeladen hatten die Frauenbünde Marktschellenberg und Unterstein, der Familienkreis Ramsau sowie die Gruppe »Tee-nach-Sieben«. Der bis auf das letzte Bänkchen belegte Gemeindesaal zeigte das große Interesse an diesem Projekt.


Gisela Bondes hatte vor allem vom Neubau der Krankenstation Bilder zusammengestellt, die den zügigen Fortschritt des Baus zeigten. Da es im Tal weder Baufahrzeuge, noch moderne Baumaschinen gibt, hatten die Dorfbewohner beeindruckend große Felsbrocken auf dem Rücken zur Baustelle tragen müssen. Der Lehm für die Ziegel war mit Schaufeln gemischt und der Putz im Innern mit den Händen an den Wänden verrieben worden. Der Verein von Gisela und Peter Bondes war dabei für das Baumaterial aufgekommen und hatte den Arbeitern Lohn gezahlt – was für die Pamiri den großen Vorteil hat, nicht nach Russland fahren und dort als Niedriglöhner Geld verdienen zu müssen. Was wiederum der Landwirtschaft im Tal und somit den Familien allgemein zugute kam.

Beeindruckend waren die Fotos der hölzernen Fenster, Türen und vor allem der Holzdecke im Innern der Krankenstation. Da der Bau in der Hand der Dorfbewohner gelegen hatte, hatten sie sich auch verantwortlich dafür gefühlt und ihre eigenen Ideen eingebracht.

Tief bewegend waren schließlich die Aufnahmen des ichthyoskranken Kindes mit einer Verhornung der trockenen und schuppenden Haut, dessen furchtbare Krankheit wenigstens gemildert werden konnte. Und das auf den letzten Bildern sogar schon ein wenig lachte.

Peter Bondes' Traum für eine bessere Welt würde eine Art Patenschaft zwischen möglichst vielen Orten des reicheren Teils der Welt und jeweils einem Ort der sogenannten Dritten Welt vorsehen: Jeder könnte auf diese Weise Verantwortung übernehmen, Spenden kämen vor Ort an und es würden Verständnis und Freundschaft wachsen können.

Dass dies funktionieren kann, das zeigte dieser Abend: Im Kleinen war es die freundschaftliche Zusammenarbeit der Frauengruppen im Talkessel, die den Abend vorbereitet hatten – und die damit das unglaubliche Engagement im Großen, im Bartang-Tal, von Gisela und Peter Bondes unterstützen konnten. So zeigte der Abend sowohl, wie viel zwei Menschen erreichen können, die sich mit Herzblut für andere Menschen einsetzen als auch, wie viel an Hilfsbereitschaft und Großzügigkeit nach wie vor vorhanden ist. fb