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Bilder von Helmut Günter Lehmann

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Das Bild »Sonnenaufgang« ist eins der ausgestellten Kunstwerke von Helmut Günter Lehmann. (Foto: Graichen)

Die Ausstellungen mit Bildern und Grafiken des eng mit Obing verbundenen, nun in Traunstein lebenden Malers und Kunsterziehers Helmut Günter Lehmann in der Weinhandlung am »Fiehrerhof« in Obing-Haiming haben eine jahrelange Tradition. Die aktuelle Ausstellung endet am Wochenende.


Lehmann verwendet den Gestus des kindlichen Malens ebenso wie starke Abstrahierungen, in denen allerdings das Gegenständliche immer noch aufscheint. Vorherrschendes Element ist die Freude am Schönen und das Durchdringen der optischen Realität mit der Malerei, der Blick hinter die menschlichen Kulissen. Mit kräftigem Pinselstrich und intensiven Farben fängt Lehmann die Schönheit der Landschaften ein, in denen er wohnt und die er bereist, widmet sich ebenso Blumen und anderen Schönheiten der Natur. Charakteristisch ist für Helmut Günter Lehmann die besondere Verknüpfung von strukturgebender Linie und Farbe, der Linie in der Farbe, der Linie um die Farbe und der pastose Auftrag der Farbe.

Helmut Günter Lehmann wurde 1948 in Rothenburg ob der Tauber in eine künstlerisch orientierte Familie hineingeboren, sodass sein Talent schon sehr früh erkannt und gefördert wurde. Zeit seines Lebens verband er Beruf und Berufung miteinander. Neben der Tätigkeit als Kunsterzieher an verschiedenen Schulen – früher in Franken, ab 1980 im Chiemgau – schuf er Decken- und Altarbilder in Kirchen, unter anderem die »Bamberger Passion«, zahlreiche Plakate für die unterschiedlichsten Veranstaltungen. Schwerpunkt ist jedoch für Günter Lehmann die freie künstlerische Tätigkeit. Jedes Frühjahr stellt der Künstler einer Organisation oder Einrichtung mit sozialer Zielrichtung eine Fülle von Bildern aus seinem rastlosen Schaffen zu Verfügung, die in den Räumen des »Fiehrerhofs« ausgestellt werden, deren Erlös zu 100 Prozent dem jeweiligen sozialen Zweck zugute kommt.

In diesem Jahr ist der »Verein Konduktive Förderung« der Empfänger. Der noch junge Verein ist ein Zusammenschluss von Eltern mit behinderten Kindern aus der näheren Umgebung, die es sich zum Ziel gesetzt haben, Einrichtungen der Konduktiven Förderung im Landkreis Traunstein zu unterstützen, um behinderten Kindern hier ortsnah die Teilnahme an dieser wichtigen Therapie zu ermöglichen. Die Konduktive Förderung verbindet Sprache, Bewegung und Rhythmus und fördert die motorische, sprachliche, geistige und soziale Entwicklung.

Öffnungszeiten sind noch am heutigen Freitag von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 18 Uhr sowie am Samstag von 9 Uhr bis 12 Uhr. Inge Graichen