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Biathleten Rösch und Bachmann gewinnen Sprint-Titel

Altenberg (dpa) - Der vor einem Wechsel nach Belgien stehende Biathlet Michael Rösch hat bei den deutschen Meisterschaften den Sprint-Titel gewonnen.

Meister
Michael Rösch gewann den deutschen Sprint-Titel. Foto: Arno Burgi Foto: dpa

Der 29-Jährige setzte sich im heimischen Altenberg auf Skirollern über die 10 Kilometer ohne Schießfehler vor Ex-Weltmeister Arnd Peiffer aus Clausthal-Zellerfeld durch. Rösch hatte am Ende einen Vorsprung von 4,1 Sekunden, Peiffer hatte liegend eine Scheibe verfehlt. Dritter wurde Benedikt Doll (Breitnau/2 Fehler) mit einem Rückstand von 45,2 Sekunden vor dem dreimaligen Olympiasieger Michael Greis aus Nesselwang (2/+ 47,7).

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Bei den Damen holte Staffel-Weltmeisterin Tina Bachmann (Schmiedeberg) den Sieg. Sie verwies nach 7,5 Kilometern trotz eines Schießfehlers mit einem Vorsprung von 9,8 Sekunden Caroline Hennecke (Willingen/1) auf Platz zwei. Dritte wurde die zweimalige Olympiasiegerin Andrea Henkel (Großbreitenbach/0 Fehler). Sie kam 12,3 Sekunden hinter der Siegerin ins Ziel. «Es war wirklich ein Superrennen mit einem kleinen Schönheitsfehler beim ersten Schießen, aber den hab ich ja gut weggesteckt», sagte Bachmann.

Evi Sachenbacher-Stehle landete bei ihrem Einzeldebüt auf Rang acht. Die zweimalige Langlauf-Olympiasiegerin, die seit diesem Sommer bei den Biathleten trainiert, wurde Achte. Sie verfehlte drei Scheiben und hatte einen Rückstand von 1:41,9 Minuten auf die Siegerin. Am Freitag hatte die 31-Jährige in ihrem ersten Biathlonrennen mit der bayerischen Mixed-Staffel gleich den Titel geholt.

Auch Rösch freute sich über seinen Heimsieg. «Das ist einfach schön, das hier zu Hause zu schaffen. Vielleicht hatte ich ja einen kleinen Heimvorteil», sagte Rösch. Seit vor wenigen Tagen der bevorstehende Nationenwechsel bekanntwurde, wirkt der Staffel-Olympiasieger von 2006 wie befreit. «Es ist eine Last abgefallen und ich kann lockerer an die Sache gehen als in den vergangenen Jahren. Ich muss jetzt nicht gleich zu Saisonbeginn der Beste sein, um überhaupt eine Minimalchancen zu haben, in den Weltcup-Kader zukommen. Das macht es einfacher», bekannte Rösch.