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Bergwacht und Wasserwacht schaufeln gesichert Hausdächer ab

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BERCHTESGADENER LAND – Auch die Einsatzkräfte des Roten Kreuzes unterstützen seit Tagen den großen Schnee-Einsatz im Berchtesgadener Land, wo seit Donnerstagvormittag für den südlichen Landkreis, Teisendorf und Schneizlreuth der Katastrophenfall gilt und die Führungsgruppe Katastrophenschutz des Landratsamtes die überörtliche Hilfe koordiniert.

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Die Hauptlast der Arbeiten tragen die Freiwilligen Feuerwehren (700 Einsatzkräfte), das Technische Hilfswerk (250) und die Bundeswehr (250), wobei regionale und überregionale Einheiten vor allem die vielen hundert Dächer von der Schneelast befreien. Die Bergwacht im BRK und die BRK-Wasserwacht unterstützen diese Arbeiten auf den Dächern mit eigenen Einsatzzügen, die in Neukirchen und Schneizlreuth mit den Ortsteilen Melleck und Weißbach im Einsatz sind oder waren.

Am Donnerstag schaufelten elf Einsatzkräfte der Bergwachten Altötting, Bad Reichenhall und Teisendorf-Anger bei starkem Schneefall von 15.30 bis 22.30 Uhr gesichert Hausdächer in Neukirchen ab. Die Schnell-Einsatz-Gruppen (SEG´n) der Wasserwachten Bad Reichenhall und Laufen-Leobendorf schaufelten am Freitag ebenfalls gesichert im Ortsgebiet von Schneizlreuth Dächer ab. Die Bergwacht Berchtesgaden koordinierte am Freitag den Hubschrauber-Einsatz im südlichen Landkreis, wobei mit dem Downwash Bäume abgeblasen und von der Schneelast befreit wurden, um durch Baumsturz gefährdete Straßen wieder befahrbar zu machen. Die Bergwacht Ramsau war beim Abgang einer sehr großen Lawine vom Hohen Gerstfeld auf der Südostseite der Reiter Alpe im Einsatz, wobei aber keine Menschen zu Schaden kamen, obwohl die Schneemassen entlang der Gerstfeldrinne und durch den Wald sogar das Tal erreichten. Die Bergwachten im Berchtesgadener Land und die Lawinenhundestaffel Chiemgau sind als Spezialisten zur raschen Suche und Rettung für mögliche weitere Lawinenabgänge alle in Bereitschaft und werden deshalb nicht vorrangig für andere Aufgaben eingesetzt.

Die BRK-Bereitschaften, der Malteser Hilfsdienst (MHD) und die BRK-Wasserwacht kümmern sich um die Betreuung, Verpflegung und Unterkunft der vielen hundert Einsatzkräfte, wobei an verschiedenen Orten für die überregionalen Einsatzkräfte auch Schlafmöglichkeiten eingerichtet werden. Aktuell wird in Piding die Turnhalle mit Feldbetten für rund 300 Helfer ausgestattet (Samstagmittag, 13 Uhr). Darüber hinaus sichern die ehrenamtlichen Sanitäter die Einsätze auf den Dächern sanitätsdienstlich ab und unterstützen als Spitzenabdeckung den regulären Rettungsdienst und Krankentransport, der wegen der teilweise gesperrten oder schlecht befahrbaren Straßen länger braucht. „Wir sichern darüber hinaus mit jeweils fünf Sanitätern das Weltcup-Rennen Bob Skeleton am Königssee ab, was äußerst ungünstig in so einer Situation ist, da wir die Helfer nur schwer entbehren können“, berichtet Kreisbereitschaftsleiter Florian Halter. Während der vergangenen Tage wurden bereits mehrere Menschen im Berchtesgadener Land bei den Schneeräumarbeiten verletzt, da sie von Dächern stürzten oder durch morsche Bretter brachen. BRK BGL