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Bergsteigerin stürzt am Röthsteig über 200 Meter tief in den Tod

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Foto: Berg- und Wasserwacht Berchtesgaden

Schönau am Königssee – Zu einem schrecklichen Bergunfall kam es heute Vormittag auf dem Röthsteig zwischen Obersee und Wasseralm: Eine 59-jährige Bergwanderin stürzte im Bereich des Röthbach-Wasserfalls über 200 Meter in die Tiefe. Für die Frau kam jede Hilfe zu spät, sie verstarb noch an der Unfallstelle.


Update, 17.12 Uhr:

Eine sechsköpfige Bergsteigergruppe befand sich am Vormittag im Abstieg von der Wasseralm in Richtung Obersee. Auf einer Höhe von gut 1200 Metern blieb der Erste der Gruppe an einer Stelle mit schöner Aussicht auf den Ober- und Königssee stehen.

Eine 59-jährige Frau aus dem norddeutschen Raum, die in der Gruppe an zweiter Stelle ging, hielt ebenso inne und drehte sich zur Bergseite hin um. Da sie vermutlich an dieser Stelle keinen guten Stand hatte, ist sie den Angaben der Begleiter zur Folge mit einem Fuß ein Stück zurückgestiegen. Unglücklicherweise dürfte sie dabei auf die Hangkante getreten sein, verlor so das Gleichgewicht und stürzte rund 220 Höhenmeter über steiles, grasdurchsetztes Felsgelände ab.

Hinzukommende Bergsteiger alarmierten kurze Zeit später per Notruf die Bergwacht. Während des Anflugs mit dem Helikopter über den Königssee herrschten aufgrund der tiefhängenden Wolken zunächst schwierige Sichtflugbedingungen; ab dem Obersee waren die Wolken dann aber hoch genug, sodass die Retter die Einsatzstelle direkt erreichen konnten. Der Notarzt des Rettungshubschraubers "Christoph 14" konnte jedoch nur noch den Tod der verunglückten Bergsteigerin feststellen.

Die Bergung führten zwei Angehörige der Bergwacht Berchtesgaden und ein Polizeibergführer mithilfe des Polizeihubschraubers "Edelweiß 1" durch. Die Leiche wurde am Landeplatz der Bergwacht in Schönau am Königssee an das örtliche Bestattungsinstitut übergeben.

Die Begleiter der Verunglückten konnten ihren Abstieg noch eigenständig durchführen. Sie wurden aber von der Wasserwacht Berchtesgaden und einigen Bergwachtmännern über den Königssee gebracht und vom Kriseninterventionsteam der Bergwacht betreut.

Update, 14 Uhr:

Eine mehrköpfige Wandergruppe war im Bereich des Röthbach-Wasserfalls auf der Fischunkel-Alm unterwegs, als eine Person im oberen Teil des Wasserfalls aus großer Höhe in die Tiefe stürzte. Sie erlitt dabei tödliche Verletzungen.

Bergwacht und Polizei sind aktuell noch im Großeinsatz. Neben dem Traunsteiner Rettungshelikopter ist auch ein Polizeihubschrauber im Einsatz. Die Bergführer der Berchtesgadener Polizei untersuchen das Unglück.

Wie es zu dem Unglück kommen konnte, ist noch nicht bekannt. Die Polizei Berchtesgaden wird dazu im Laufe des Tages eine Pressemitteilung herausgeben.

Zweiter tödlicher Bergunfall in 5 Tagen

In den vergangenen Tagen kam es in der Berchtesgadener Alpenregion zu mehreren Unfällen, einer davon endete tödlich. Eine 49-jährige Urlauberin aus Thüringen stürzte am Mannlgrat zwischen dem Hohen Göll und dem Kehlstein rund 200 Meter in die Tiefe und starb. Am Freitag kam es an der Watzmann-Südspitze ebenfalls zu einem Bergunfall, bei dem sich ein Wanderer schwer am Sprunggelenk verletzte. Er musste per Helikopter ausgeflogen werden.

Erstmeldung:

Zu einem schweren Bergunfall kam es am Montagvormittag in der Nähe des Obersees, als ein Wanderer aus einer Gruppe auf der Fischunkelalm in die Tiefe stürzte. Die Bergwacht ist mit Rettungskräften und Helikoptern aktuell im Großeinsatz.

Die Rettungskräfte der Bergwacht sind mit zwei Helikoptern im Großeinsatz.

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