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Bergader ist »Unternehmen mit Herz«

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Gewinnerin Beatrice Kress (Mitte), Geschäftsführerin der Bergader Privatkäserei aus Waging am See, zusammen mit Landrat Siegfried Walch und Wifö-Geschäftsführerin Dr. Birgit Seeholzer. (Foto: Effner)

Seeon-Seebruck – Die jährliche Verleihung des Chiemgauer Wirtschaftspanthers für herausragende Unternehmen durch den Landkreis Traunstein gehört zu den Veranstaltungshöhepunkten im Jahr. Zum vierten Mal fand heuer die Verleihung des begehrten Wirtschaftspreises unter dem Motto »Unternehmen mit Herz« im Kloster Seeon statt. Mit dem ersten Preis als engagiertester Betrieb in Sachen Sozialkompetenz und Unternehmenskultur im Umgang mit Mitarbeitern, Lieferanten und Kunden wurde die Bergader Privatkäserei GmbH aus Waging am See ausgezeichnet.


Den zweiten Preis erhielt die Schreinerei Daxenberger aus Seeon. Dritter wurde die Ölmühle Garting aus Schnaitsee. Den vierten Preis errang das Bayerische Rote Kreuz aus Traunstein. Über Platz fünf freute sich die Chiemgauer Genussmanufaktur, die ihren Sitz in Freutsmoos bei Palling hat.

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Der Nachwuchspreis als Jungunternehmer des Jahres ging an die Metallbau Widmann GBR aus Grassau. Sie hatte mit dem Spruch »Metallbau ist älter als Jesus« auf der Homepage für Humor gesorgt. »Das Herz ist der Puls und Taktgeber für jedes Unternehmen«, führte Dr. Birgit Seeholzer, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung des Landkreises, ins Thema ein. Landrat Siegfried Walch hob hervor, dass die Atmosphäre, der Umgang miteinander und der Unternehmensstil der Treiber jedes Unternehmens sei. »Ohne Herz und Innovationskultur gibt es keine Weiterentwicklung.«

Walch freute besonders, dass laut einer aktuellen IHK-Standortumfrage 70 Prozent der Unternehmen die Situation im Landkreis als gut und sehr gut beurteilen. Mit seiner breiten Vielfalt an Betrieben sei der Chiemgau gut aufgestellt. Verwurzelung in der Region, Weltoffenheit und Innovationskraft gingen dabei Hand in Hand. Einmal mehr hob Walch die Bedeutung eines gezielten Bildungsmanagements als Voraussetzung zur Bindung von Fachkräften an die Region und von jungen Leuten als Nachwuchs von morgen hervor. Mit 21 Millionen Euro investiere der Landkreis eine Rekordsumme in diesem Bereich. Herausragendes Projekt sei der neue Campus Chiemgau in Traunstein. Er führe akademische und berufliche Bildung zusammen und schaffe damit Perspektiven. Mit seinen Serviceversprechen für die schnelle Bearbeitung von Anträgen und Bauanfragen von Unternehmen leiste der Landkreis ebenfalls einen wichtigen Beitrag zur »Gemeinschaftsleistung einer florierenden Wirtschaftsregion«.

Die Modalitäten und Auswahlkriterien des diesjährigen Wirtschaftspreises stellte Moderatorin Maria Wünn aus Prien im Detail vor. 32 Unternehmen hatten sich beworben. Fünf davon waren zur Preisverleihung eingeladen worden. Sie wurden von einer zehnköpfigen Jury in vier Kategorien, abhängig von Umsatz und Mitarbeiterzahl, bewertet. Tatkräftige Unterstützung gab es dabei von der Fachakademie für Sozialpädagogik des Diakonischen Werks Traunstein.

Entscheidende Kriterien bei der Auswahl, so Wünn, seien die passende Work-Life-Balance und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf – etwa durch flexible Arbeitszeiten, Homeoffice-Angeboten und Jobsharing – gewesen. Ebenso wichtig waren die Übernahme von sozialer Verantwortung in der Region und eine Kultur der gegenseitigen Wertschätzung, etwa durch Mitarbeiter-Motivation und betriebliches Gesundheitsmanagement. Während und nach der Preisverleihung sorgten Lili Klapfenberger und ihre Band aus Trostberg für musikalischen Schwung. eff

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