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Berchtesgadens ehemalige Kapläne Mathias Häusl und Georg März verstorben

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Berchtesgaden: Pfarrer Mathias Häusl und Georg März jung verstorben | Todesnachrichten
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Die Diakonenweihe von Mathias Häusl. (Foto: privat)

Berchtesgaden – Innerhalb weniger Tage erreichten die Pfarrei St. Andreas zwei Todesnachrichten von Pfarrern, deren allzu kurzer Lebensweg auch über Berchtesgaden führte.


Am 30. Januar starb überraschend der Zornedinger Pfarrer Mathias Häusl. Geboren im September 1963 in Aufham, besuchte er dort die Grundschule, danach die Hauptschule in Piding. Zunächst absolvierte er eine Ausbildung als Technischer Zeichner in der Saline Bad Reichenhall, ehe er im Spätberufenenseminar Waldram das Abitur nachholte.

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In München und Augsburg studierte er Philosophie und Theologie. In der Diözese Augsburg tat er sechs Jahre Dienst in verschiedenen Pfarreien als Pastoralreferent. Dann reifte in ihm die Berufung zum Priestertum.

Ab September 1998 leistete er in der Pfarrei St. Andreas sein pastorales Praktikum. Am 9. Januar 1999 erteilte ihm Weihbischof Engelbert Siebler in der Stiftskirche die Diakonenweihe, am 26. Juni 1999 folgte im Hohen Dom zu Freising die Priesterweihe durch Friedrich Kardinal Wetter. Am Ende der Kaplanszeit wechselte er – zusammen mit Mesner Dirk Eggenweiler – nach Bad Endorf und übernahm als Pfarrer den Pfarrverband.

Später leitete er zehn Jahre lang den Pfarrverband Chieming, musste diesen aber aus gesundheitlichen Gründen verlassen. Da ihn die Verwaltungsaufgaben zu sehr von seiner eigentlichen Aufgabe, der Seelsorge, abgehalten hatten, trat er freiwillig in die zweite Reihe zurück und war ab September 2013 Pfarrvikar im Pfarrverband Höhenkirchen-Siegertsbrunn. Am 1. September 2017 trat er seinen Dienst in der Pfarrei St. Martin in Zorneding an. Ende letztes Jahres erkrankte er erneut, in der vergangenen Woche starb er im Alter von 56 Jahren.

Georg März mit nur 48 Jahren verstorben

Nur 48 Jahre alt wurde Georg März, der bis Sommer 2019 Pfarrer in Geretsried war und am 17. Januar verstorben ist. Ebenfalls als Praktikant kam der gebürtige Lenggrieser am 1. September 2001 nach Berchtesgaden, um sich in den Pastoralkursjahren auf die Priesterweihe vorzubereiten.

Nach der Zeit am Gymnasium in Bad Tölz hatte er in München und Tübingen Theologie studiert. Am 18. Mai 2002 wurde er im Münchner Liebfrauendom von Friedrich Kardinal Wetter zum Diakon geweiht, am 26. Juni 2004 empfing er im Freisinger Dom die Priesterweihe. Nach seiner Zeit in Berchtesgaden war März ab September 2003 Kaplan in Traunstein und Kammer.

Später engagierte er sich als Jugendpfarrer in den Dekanaten Rottenbuch und Werdenfels, ehe er ab 2011 als Pfarrer in Geretsried wirkte. Bereits in Berchtesgaden war Georg März einmal lebensbedrohlich erkrankt und hatte sich nur langsam wieder erholt. Im Sommer 2019 musste er auch die Pfarrei in Geretsried aus gesundheitlichen Gründen verlassen. Mitte Januar ist der Geistliche verstorben und in seinem Geburtsort Lenggries unter großer Anteilnahme beigesetzt worden.

Auch wenn die Zeit, in der die beiden verstorbenen Pfarrer in der Pfarrei St. Andreas erste priesterliche Erfahrungen sammeln durften, schon eine Weile zurückliegt, werden sich viele Berchtesgadener an die beiden damaligen »Praktikanten« erinnern. Der Abendgottesdienst am Sonntag, 9. Februar, um 18.30 Uhr in der Stiftskirche wird als Gedenkgottesdienst für die beiden Verstorbenen gestaltet. fb