weather-image

Begegnungen nach der »Rorate«

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Die bestens vorbereiteten Hirtenkinder, darunter auch der Surheimer Sebastian Rehrl (ganz links), freuen sich schon auf die Premiere. (Foto: Mergenthal)

»Rorate« nennen sich die Frühmessen in der Adventszeit. Sie nehmen Bezug auf einen dort verwendeten Text, der auch zum Lied vertont wurde:«Rorate coeli«, »Tauet Himmel, den Gerechten.« »Rorate« heißt auch das Stück, das Josef Radauer für das »Tobi Reiser Adventsingen« geschaffen hat und das heuer als Reprise aus den Jahren 2009/2010 in der Großen Aula der Universität Salzburg aufgeführt wird. Premiere ist am Freitag um 19 Uhr. Sieben weitere Aufführungen folgen. Am 13. Dezember gibt es auch ein eigenes, verkürztes Adventsingen für Kinder.


Es war bei Tobi und Tobias Reiser Tradition, und so ist es auch bei Josef Radauer, dem künstlerischen Leiter des Tobi Reiser Adventsingens: Viele Mitwirkende der feierlichen Adventstunde kommen auch aus Bayern. Waren es damals unter anderen die Fischbachauer Sängerinnen, die Riederinger Sänger oder die Brüder Rehm, so sind es seit Tobias Reiser und auch jetzt noch bei Radauer die Walchschmied Sänger aus Oberwössen.

Anzeige

Aber auch bei den Hirtenkindern finden sich Bayern: So etwa Antonia Lagler, die Enkelin des Marktschellenbergers Herbert Lagler, langjähriger Zitherspieler im Ensemble Tobi Reiser, und seit einigen Jahren auch der ausgezeichnete Posaunist Sebastian Rehrl aus Surheim. Heuer bereichert der talentierte Jungmusiker das Spiel der Kinder mit dem Helikon. Dieses selten zu hörende Instrument aus der Familie der Hörner wurde erstmals um 1849 in Wien gebaut, womöglich inspiriert von russischen Militärmusiken, und erlebt in der Neuen Volksmusik eine Renaissance.

Zur Handlung: Die Hirtenkinder vom Karhof gehen in Begleitung des Erzählers »Alfred« in eine Rorate-Frühandacht. Die orientalisch gestaltete Krippe in der Kirche ist anschließend Ausgangspunkt für einen erlebnisreichen Heimweg. Die Krippe wird gleichsam lebendig; die Kinder begegnen quasi traumhaft den Gestalten des weihnachtlichen Heilsgeschehens, aber auch Menschen und Figuren aus der mystischen Welt und dem heimischen Brauchtum.

So erleben die Kinder unter anderem die Herbergsuche des Heiligen Paares, sie beobachten die Begegnung von Maria und Elisabeth, sie treffen aber auch »Frauträgerinnen« aus einem alten christlichen Brauch hierzulande, und Perchten.

Musik von Tobi und Tobias Reiser, Josef Radauer und Wilhelm Keller, Gesänge aus dem alpenländischen vorweihnachtlichen Liedschatz sowie Szenen mit den Darstellern Alfred Kröll (Erzähler), Madeleine Schwaighofer (Maria), Ernst Meixner (Josef) und Walburg Roth (Elisabeth) runden sich einem zu Herzen gehenden Programm. Dazu gehören auch die von Schauspieler Peter Pikl vorgetragenen Texte von Walter Müller. Eine mystische Note verleihen dem Spiel die Lichtprojektionen mit den ausdrucksstarken Zeichnungen von Bühnenbildner Siegwulf Turek.

Nähere Infos über die Aufführungstermine und die Kontakt-Telefonnummern für den Kartenvorverkauf finden sich im Internet unter www.tobi-reiser.at. Veronika Mergenthal

Italian Trulli