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BBAG kämpft gegen den Wind

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Vorstandsvorsitzender Hannes Rasp (r.) und Betriebsleiter Wilfried Däuber von der Berchtesgadener Bergbahn AG gehen davon aus, dass der Skibetrieb am Jenner am Donnerstag nächster Woche beginnen kann. Für die Pistenpräparierung soll der Jenner von Montag bis Mittwoch auch für Skibergsteiger gesperrt sein. (Foto: Wechslinger)

Schönau am Königssee – Während die Skifahrer nach dem wegen Schneemangels arg verzögerten Saisonauftakt schon in den Startlöchern sitzen, kämpft man am Jenner noch mit der Pistenpräparierung. Vor allem der starke Wind macht der Berchtesgadener Bergbahn AG (BBAG) derzeit einen Strich durch die Rechnung. Und so werden sich die Brettlfans bis zum Skiopening am Jenner noch ein paar Tage gedulden müssen. Bis Donnerstag nächster Woche soll es aber so weit sein, wie von der BBAG zu erfahren war.


Endlich hat es die richtigen Temperaturen und dennoch gibt es Probleme mit der Erzeugung von Maschinenschnee auf großen Flächen des Jenner-Skigebietes. Weil derzeit und in den nächsten Tagen starke böige Winde angesagt sind, kommt es an exponierten Stellen zu starken Verfrachtungen der weißen Pracht.

Vorgestern Mittwoch lagen in der Mitte 20 Zentimeter und im Bereich Mitterkaser 25 bis 35 Zentimeter Schnee. »Doch weil der Boden nicht durchgefroren ist, würde der Skiläufer im Pulverschnee sofort auf den Untergrund kommen«, erklärten Vorstandsvorsitzender Hannes Rasp und Betriebsleiter Wilfried Däuber. Die größten Probleme ergeben sich jedoch in der Abfahrt nach dem Bereich Bergstation auf der Kammlinie Richtung Kleiner Jenner und vor allem am und um das Mitterkaser-Joch. Dort bläst der Wind den Schnee in alle Richtungen – nur nicht dorthin, wo er benötigt wird. »Wir werden dort, wo es möglich ist, aus allen Rohren beschneien und hoffen darauf, auch an den neuralgischen Punkten so viel Schnee zu produzieren, dass wir voraussichtlich am kommenden Donnerstag in die Skisaison starten können«, sagte Betriebsleiter Wilfried Däuber, der am Mittwoch zu einem »Krisengipfel« mit Hannes Rasp zusammengekommen ist. Die Wasserreservoire reichen für eine Grundbeschneiung aus, aber nur dann, wenn der Schnee auch dort liegen bleibt, wo er hingehört. Und dies ist durch die starken Winde nicht überall gewährleistet.

Einen besonderen Appell richteten Rasp und Däuber an die in den Startlöchern stehenden Skibergsteiger. Denn von Sonntagabend an bis voraussichtlich Mittwoch soll der produzierte Schnee verteilt und verarbeitet werden. »Von Montag bis zum Mittwoch werden wir alle Abfahrten komplett sperren, denn bei der Präparierung hängen die Pistengeräte ja teilweise an Stahlseilen, die für Skifahrer und Skitourengeher lebensgefährlich sind. Es kann nur richtig gearbeitet werden, wenn keine Personen im Bereich der Abfahrten sind«, erklärte Rasp. Der will voraussichtlich ab Donnerstag Skifahrer und Skitourengeher am Jenner willkommen heißen. »Uns ist sehr viel daran gelegen, dass der Skilauf am Jenner so bald wie möglich starten kann«, betonte Hannes Rasp. Die jüngsten Beschneiungsprobleme begründete der Bürgermeister auch damit, dass die Temperaturen wärmer waren als vorhergesagt. Christian Wechslinger