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Bayern vor der «1000» - Heldt-S04-Zukunft weiter offen

FC Bayern
Der FC Bayern will den 1000. Sieg in der Fußball-Bundesliga perfekt machen. Foto: Tobias Hase Foto: dpa

Düsseldorf (dpa) - Erst eine Woche ist der jüngste Rekord des FC Bayern alt - und schon steht der Fußball-Rekordmeister vor der nächsten Bundesliga-Bestmarke.


Nach dem Startrekord mit neun Siegen in Folge kann die Mannschaft von Trainer Pep Guardiola am Samstag gegen den 1. FC Köln den 1000. Liga-Sieg der Vereinsgeschichte schaffen.

«Das wäre auch ein Rekord, den noch keiner in dieser Republik erreicht hat», blickte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge auf die bevorstehende magische Zahl. 999 Siege sind den Münchnern in der nationalen Eliteklasse bislang gelungen.

Kölns Coach Peter Stöger weiß um die nahezu unlösbare Aufgabe, den 1000. zu verhindern. «Wir treffen auf eine außergewöhnlich gute Mannschaft. Das hat sich mit dem Spiel in London nicht geändert», sagte Stöger rückblickend auf das 0:2 des deutschen Meisters in der Champions League beim FC Arsenal. Stöger hat ein vermeintlich simples Rezept: «Wir wollen den Spielfluss der Bayern behindern.»

Die Leistungen der Bundesligisten in Europas Königsklasse und in der Europa League waren in dieser Woche durchwachsen: drei Siege, drei Unentschieden, eine Niederlage stehen zu Buche. Und dennoch schöpfen speziell der FC Augsburg nach dem 1:0 in Alkmaar und Bayer Leverkusen nach dem spektakulären 4:4 gegen AS Rom Hoffnung für den Ligabetrieb.

Für den auf Tabellenplatz 18 abgestürzten FC Augsburg soll das lange vermisste Erfolgserlebnis vor dem Auftritt am Sonntag in Dortmund eine Initialzündung sein. Und Bayer? Vier Treffer gegen Rom besagen: offensiv läuft es zumindest international wieder. Im Erstligaalltag gelangen dem Team von Roger Schmidt erst acht Tore.

Der Gegner aus Stuttgart wird alles dafür tun, dass es vorerst bei dieser Bayer-Ausbeute bleibt. VfB-Coach Alexander Zorniger durfte nach dem 1:0 gegen Ingolstadt durchatmen. «Jetzt geht es darum, diesem Dreier einen zweiten folgen zu lassen beziehungsweise zu punkten», meinte er.

Leverkusen ist nicht der einzige Verein mit Offensivproblemen. Neuling FC Ingolstadt, der auf Hertha BSC trifft, hat erst sechs Tore erzielt. Etwas besser steht Hannover 96 (8) vor dem Aufeinandertreffen mit Eintracht Frankfurt da. Für Werder-Coach Viktor Skripnik heißt es in Mainz: Verlieren verboten. Denn das 0:1 gegen die Bayern am vorigen Spieltag war bereits die fünfte Bremer Niederlage in Serie.

Derartige Sorgen hat Schalke 04 nicht. Zuletzt gab es für den Tabellendritten in fünf Erstligapartien vier Siege. Und doch herrscht vor dem Gang der Breitenreiter-Auswahl nach Mönchengladbach Unruhe in Gelsenkirchen: Was wird aus dem auslaufenden Kontrakt von Sportvorstand Horst Heldt?

Ein erstes Gespräch mit dem Aufsichtsrat um dessen Chef Clemens Tönnies sei «konstruktiv» gewesen, berichtete Heldt nach dem 2:2 in der Europa League gegen Sparta Prag. Ein zweites und eine «zeitnahe Entscheidung» sollen in Kürze folgen. In der Zwischenzeit steht laut Heldt nur eines fest: «Selbstverständlich wird man mich auch am Sonntag in Gladbach im Stadion sehen.»

Das erstmalige Duell zwischen Aufsteiger Darmstadt 98 und Pokalsieger VfL Wolfsburg ist die 877. Paarung der Bundesliga-Geschichte. Die Hessen haben am Böllenfalltor mit fünf Punkten deutlich mehr geholt als der Champions-League-Starter auswärts: Wolfsburg ist mit zwei Zählern und 2:8 Toren aktuell ein gern gesehener Gast.

Die Top 10 der ewigen Bundesliga-Tabelle:

PlatzVereinSpieleS.U.N.TorePunkte
1.Bayern München17139993853293713:19062829
2.Werder Bremen17397404335662933:25052204
3.Borussia Dortmund16377104235042857:23322172
4.Hamburger SV17737204745792843:25152171
5.VfB Stuttgart17057114165782863:24662115
6.FC Schalke 0416036354005682370:22911980
7.Borussia Mönchengladbach16116474295352748:23441913
8.Bayer Leverkusen12375253473652063:16461729
9.1. FC Köln15016063765192506:22231706
10.Eintracht Frankfurt15695743995962486:24481687

Anmerkungen:

- S./Siege, U./Unentschieden, N./Niederlagen - Ab der Saison 95/96 galt die Drei-Punkte-Regel, davor die Zwei-Punkte-Regel - 1999/2000: Eintracht Frankfurt wurden am Saisonende zwei Punkte abgezogen

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