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Bangladesch fordert Verbot von Schmähvideo

Dhaka/Kabul (dpa) - Die Regierung von Bangladesch hat sich für das Verbot eines in den USA privat hergestellten antiislamischen Schmähvideos ausgesprochen.

Afghanistan
Demonstranten verbrennen im afghanischen Herat eine US-Flagge. Foto: Jalil Rezayee Foto: dpa

«Ich werde die Regierung der Vereinigten Staaten dazu anhalten, den umstrittenen Film zu verbieten und eine Bestrafung der Produzenten zu garantieren», sagte Ministerpräsidentin Sheikh Hasina in der Hauptstadt Dhaka. Kein Muslim könne eine Verunglimpfung des Propheten Mohammed tolerieren.

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Bereits am Samstag hatte die Regierungschefin das Video scharf verurteilt und erklärt, die Anstachelung zum Hass könne nicht mit dem Recht auf Meinungsfreiheit gerechtfertigt werden. Etwa 90 Prozent der 160 Millionen Einwohner von Bangladesch sind Muslime.

In der afghanischen Hauptstadt Kabul protestierten unterdessen rund 1500 Menschen friedlich gegen den Film. Es habe weder Krawalle noch sonstige Gewaltausbrüche gegeben, sagte Polizeichef Abdul Salangi.