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Authentisch gerockt

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Bei ihrem umjubelten Auftritt beim Burgfestival in Stein kamen sie dem Original aus Australien sehr nahe: die AC/DC-Tribute-Band »We salute you«. (Foto: M. Müller)

Als die majestätisch über der Bühne hängende Glocke langsam nach unten wanderte und deren tiefer Klang den AC/DC-Kultsong »Hells Bells« ankündigte, »kochte« die Stimmung am ersten Tag des Steiner Burgfestivals am Hochschloss in Stein beim großartigen AC/DC-Tribute-Konzert der Band »We salute you« endgültig.


Da mussten die Besucher schon genau hinsehen, um zu erkennen, dass nicht der eigentlich unverwechselbare AC/DC-Gitarrist Angus Young die E-Gitarre bearbeitete, sondern sein kongenialer »Klon«, das junge Gitarren-Genie Nick Young von der international besetzten Tribute-Band »We salute you« auf dessen Spuren wandelte – zumindest anfänglich noch ganz sittsam in Schuluniform, doch bald schon mit freiem Oberkörper und wehendem Haar, was gerade bei den Zuschauerinnen bestens ankam – nicht zuletzt beim Bad in der Menge, das sich Nick Young während des Songs »Bad Boy Boogie« gönnte.

Nicht nur bei Liedern wie »T.N.T.«, »Dirty Deeds Done Dirt Cheap«, »You Shook Me All Night Long« und »Let There Be Rock« wurde in Stein deutlich, dass der Londoner Sänger Grant Foster (früher »Barock«) dem Original Brian Johnson in puncto Gesang, Gestik und Mimik in kaum etwas nachsteht. Auch deshalb, weil »We salute you« mit einer aufwändigen, authentischen Show ganz neue Maßstäbe setzt – angefangen bei der überdimensionalen, originalgetreuen Glocke und einer riesigen Lichtanlage bis hin zu den Kanonen.

Diese waren nicht nur schmückendes Beiwerk, sondern sie kamen zur dritten und letzten Zugabe »For Those About To Rock« auch lautstark zum Einsatz. Frontmann Foster gab die »Fire«-Befehle. Schon zu Beginn der frenetisch geforderten Zugaben hatten Foster, Young, Bandleader und Bassist Wolf »Baba« Hail, Drummer Erwin Rieder und Oliver Schneiß, der den verletzten Rhythmusgitarristen Kilian Locke ersetzte, sich und ihr begeistertes Publikum mit den Ohrwürmern »Thunderstruck« und »Highway To Hell« in Ekstase versetzt und das Stimmungsbarometer in den nicht mehr messbaren Bereich befördert.

Am Ende waren Publikum und Band begeistert von dem Auftritt am Hochschloss. Eingestimmt worden waren die AC/DC-Fans eingangs von der Wasserburger Punkrock-Band »Cock Dylan«. Markus Müller