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Außergewöhnliche Leistungen als Ergebnis einer guten Lernatmosphäre

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Die Liebe zur Musik strahlte bei den Traunsteiner Musikschülern durch das ganze Konzert hindurch. (Foto: B. Heigl)

Ein ganz besonderes Programm bot die Traunsteiner Musikschule dem Publikum im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Traunsteiner Sonntagskonzerte im Rathaussaal. Die Preisträger der Wettbewerbe »Jugend musiziert« auf Regional- und Landesebene sowie des Fördervereins der Musikschule erfreuten das zahlreich erschienene Publikum mit ihrem Können.


Die jungen Musiker gaben anspruchsvolle Musikliteratur selbstsicher zum Besten, begleitet am Klavier von den Lehrern der Musikschule. Zu hören waren etwa das »Cantabile« von Georg Philipp Telemann, das Viktoria Stegemann gemeinsam mit der Musikschullehrerin Maria Bittel am Klavier, auf der Querflöte mit musikalischer Reife präsentierte. Katrin Ackermann stellte die Sonate in F-Dur, Largo und Allegro, von Jean Baptiste Loeillet für Blockflöte, begleitet von Thomas Hartmann am Klavier, mit klugem Ausdruck und Freude am Spiel dem aufmerksam lauschenden Publikum vor.

Spannend waren auch die Variationen für Horn und Klavier, eine Komposition von Jan Koetsier, die Joseph Schillinger am Horn, begleitet von Maria Bittel, vortrug. Dem jungen Mann war die Freude an seinem Instrument anzuhören. Die Weiterleitung zum Bundeswettbewerb hat außer ihm auch noch Anna-Maria Schuhböck erreicht, die mit dem Klarinettenkonzert in Es-Dur, Adagio von Franz Krommer virtuos spielend, das Publikum begeisterte.

Auch Anna Ecker an der Querflöte hat sich die Weiterleitung zum Bundeswettbewerb erspielt und gemeinsam mit Thomas Hartmann am Klavier interpretierte sie »Ballade« von Frank Martin und zeigte bei dem hochkomplex angelegten, modernen Stück erstaunliches Niveau und künstlerische Reife. Zwei kleinere Stücke, »Die traurige Prinzessin«, und das »Räuberfest« präsentierten Josefine Kosatschek, die ihre Schwester Ludovika am Klavier mit sicherem und ruhigem Strich auf dem Cello begleitete, während diese lebhaft und akzentuiert den musikalischen Faden spann.

Auch Alina Scherl und Nina Mayer erfreuten das Publikum mit ihrem inspirierten Spiel und ihrer Interpretation der beiden Stücke »Im Grünen« von Alexander Gretchanioff und »Straw Hat Strut« von Martha Mier. Julia Schuster, die als Aspirantin für »Jugend musiziert« leider etwas vom Pech verfolgt war und deshalb nicht teilnehmen konnte, spielte auf ihrer Geige, auf besondere Einladung des Musikschulleiters Georg Holzner, eine »Russische Fantasie«, die die Schülerin, begleitet von Maria Bittel auf dem Klavier, mit innigem Ausdruck und klarer Intonation präsentierte. Emily Clarke, Klarinette, spielte gemeinsam mit ihrem Vater am Klavier den flotten »Clarinettexpress« mit munter-fröhlichem Ausdruck. Auch die Suite für Klarinette und Klavier aus dem Musical »Cats« gelang ihr ausgesprochen charmant. Mit dem sehr anspruchsvollen Stück »Fantasie« von Georges Hüe begeisterte Magdalena Brandl auf der Querflöte. Kraftvoll und mit geschmeidiger Eleganz spielte sie ihr Instrument und überzeugte so das Publikum mit ihrer Darbietung.

In der Traunsteiner Musikschule, einer der größten Musikschulen Bayerns, wie Georg Holzner nicht ohne Stolz eingangs erwähnt hatte, scheint man eine gute Lernatmosphäre zu haben, denn anders lässt sich die Motivation, fleißig zu üben, um außergewöhnliche Leistungen zu bringen, nicht erklären. Die Liebe zur Musik strahlte durch das ganze Konzert hindurch, bei den Schülern ebenso wie bei den Lehrern. Barbara Heigl