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Ausbau der B20 am Eisenrichter Berg: Im Frühjahr geht es weiter

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Baustellenfoto von der Schadensbeseitigung im vergangenen Jahr. Foto: Staatliches Bauamt Traunstein

Bischofswiesen – Bereits im Frühjahr sollen die Ausbauarbeiten an der B20 am Eisenrichter Berg fortgesetzt werden. Dieses Jahr will das Bauamt zwei weitere Abschnitte verwirklichen. Die Autofahrer müssen sich wieder auf eine Ampelregelung einstellen. Bauamt, Gemeinden und Verantwortliche haben nun das weitere Vorgehen besprochen.


Nachdem am Eisenrichter Berg Ende Juni vergangenen Jahres eine Böschung abgerutscht war, konnte das Staatliche Bauamt Traunstein die Schadensstelle auf einer Länge von etwa 70 Metern bis zum Wintereinbruch sichern und die stark befahrene Bundesstraße wieder für den Verkehr freigeben.

Der Bau dieses Abschnittes war gleichzeitig der Startschuss für den verkehrssichern und zeitgemäßen Ausbau einer rund 500 Meter langen Ausbaulücke, die in den nächsten Jahren abschnittsweise erneuert werden soll. Vorrangiges Ziel ist es dabei, den von Hangrutschen gefährdeten Bereich dauerhaft zu sichern um damit möglichen Sperrungen dieser „Hauptschlagader in den inneren Landkreis“ vorzubeugen.

Die Bedeutung des Streckenzuges konnte man zuletzt während der heftigen Schneefälle in den letzten Wochen erkennen. Unzählige Hilfs- und Rettungseinsätze nutzten die Nord-Süd-Verbindung, die im Gegensatz zur Deutschen Alpenstraße oder auch dem kleinen deutschen Eck mit sehr viel Aufwand und Einsatz durch den Winterdienst der Straßenmeisterei Bischofswiesen freigehalten werden konnte. Durch die lawinenbedingten Sperrungen stellte sie zwischenzeitlich die einzig verbleibende Verbindung zwischen Bad Reichenhall und Berchtesgaden auf deutschem Gebiet dar.

Weitere Planung für die kommenden Jahre besprochen

Wie bereits letztes Jahr vom Bauamt angekündigt, trafen sich am Donnerstag Vertreter von Behörden und Kommunen im Landratsamt in Bad Reichenhall, um die weiteren Schritte zu einer nachhaltig verkehrssicheren Lösung für den Problemabschnitt am Eisenrichter Berg zu besprechen. Dabei ging es zunächst um die Erfahrungen mit der Verkehrsführung während der Baumaßnahme, bei der vor allem die befürchtete Einbahnregelung mit der Führung des Verkehrs von Süden nach Norden über die Deutsche Alpenstraße bei den Gemeinden und vielen Interessensvertretern heftig diskutiert wurde. Rückblickend lässt sich festhalten, dass die Ampelregelung während der Bauzeit im letzten Jahr keine größeren Verkehrsbehinderungen zur Folge hatte. Das Bauamt beabsichtigt daher auch für die Folgeabschnitte eine Ampelregelung beizubehalten.

Das Konzept für den Weiterbau in den kommenden Jahren sieht vor im Frühjahr zunächst einen weiteren etwa 100 Meter langen Abschnitt unmittelbar oberhalb des schon ausgebauten Bereiches zu sanieren. Ein dritter, nach Norden anschließender und ebenfalls rund 100 Meter langer Abschnitt soll dann ab etwa Mitte des Jahres bis zum Wintereinbruch im Dezember fertiggestellt werden.

Mehr als 100 Meter Baulänge pro Abschnitt sind nicht realisierbar, da so die Leistungsfähigkeit der halbseitigen Sperrung mit Ampelregelung überschritten wäre, so das Staatliche Bauamt. Dies zeigt die Erfahrung aus anderen Bauabschnitten mit vergleichbaren Rahmenbedingungen.

Das soll 2019 fertiggestellt werden

Vorausschauend geht das Bauamt Traunstein davon aus, dass nach 2019 mit dem Lückenschluss zwischen Bauabschnitt I und der im Süden bereits bestehenden Stützwand, der Anpassung letzterer und der Erneuerung der Stützwände auf der Bergseite noch mindestens drei bis vier weitere Bauabschnitte folgen werden. In diesem Zusammenhang ist auch die marode Entwässerung zu erneuern.

In den nächsten Wochen werden die Bauleistungen für die 2019 und 2020 geplanten Abschnitte ausgeschrieben, damit die Arbeiten baldmöglichst wieder aufgenommen werden können. Nach Auftragsvergabe wird das Bauamt den Zeitplan und den vorgesehenen Bauablauf den Kommunen und den von der Baustelle betroffenen Verkehrsteilnehmern rechtzeitig vor Baubeginn mitteilen.

red/Staatl. Bauamt Traunstein