weather-image

Aus drei werden zwei

Berchtesgaden – Die Königsseer Straße (B 20) wird dauerhaft zweispurig. Die bislang vorhandene dritte Spur in Richtung Kreisverkehr wird verschwinden: Im Zeitraum von Montag, 8., bis Freitag, 12. Juli, stehen an voraussichtlich zwei Tagen groß angelegte Markierungsarbeiten des Staatlichen Bauamts Traunstein an, wie Martin Bambach, zuständig für den Bereich Straßenbau, und Gebietsinspektor Michael Wagner bei einem Vor-Ort-Termin erklärten. Fakt ist: Nicht jeder wird mit der Lösung zufrieden sein.

Gebietsinspektor Michael Wagner und Martin Bambach, zuständig für den Bereich Straßenbau beim Staatlichen Bauamt Traunstein, brüten über den Plänen: »Recht machen kann man es nicht jedem«, meint Bambach. Fotos: Anzeiger/Pfeiffer

Bis vor wenigen Jahren, da gab es dort, wo jetzt der große Kreisverkehr ist, eine Kreuzung. »Die Autofahrer mussten sich rechtzeitig einordnen, deshalb hat man damals zwei Spuren von Königssee kommend in Richtung Berchtesgaden angelegt«, so Martin Bambach. Heute, mit dem Kreisverkehr, seien diese überflüssig geworden, erschwerten den Überblick und gleichzeitig werde die Verkehrssicherheit gemindert.

Anzeige

Das soll nun besser werden. Künftig wird es eine Fahrbahn in Richtung Königssee und eine nach Berchtesgaden geben. Zusätzlich wird ein Parkstreifen neben dem Gehweg in Richtung Königssee eingerichtet. Halbseitiges Parken auf dem Fußgängerweg wird nicht mehr möglich sein. »Die Fahrbahnmarkierungen zeigen ganz eindeutig, wo gefahren und wo geparkt wird«, meint Gebietsinspektor Wagner. Mehrfach hatte das Staatliche Bauamt Traunstein Anrufe unzufriedener Anwohner erhalten, die sich über das Parkchaos am Straßenrand beschwert hatten.

Neu auch: Linksabbiegespuren, etwa zur Tourist-Information oder aber zum Edeka-Lebensmittelmarkt. »Die Situation dort ist aktuell recht unübersichtlich«, weiß Martin Bambach. Maximal bis auf Höhe des Edeka-Marktes werden Fahrzeuge auf den dafür vorgesehenen Streifen parken können. Die Anwohner weiter hinten schauen in die Röhre. Auch ein angrenzendes Elektrogeschäft wird künftig einige der zur Verfügung stehenden Parkplätze einbüßen müssen. »Dass nicht jeder mit der Lösung einverstanden sein wird, ist uns klar«, sagt Bambach. Es jedem recht zu machen, gehe nicht. Denn die Straße habe für jeden Nutzer unterschiedliche Funktionen. Die Maßnahme sei darüber hinaus mit dem Markt Berchtesgaden besprochen und für gut befunden worden. Die, die jetzt noch halb auf der Straße, halb auf dem Gehweg parken, müssen sich ab Mitte Juli einen anderen Stellplatz suchen.

Zwei Tage lang wird es dauern, bis die Markierungen auf der Straße aufgetragen sind. Das Staatliche Bauamt Traunstein hat den Zeitrahmen vorausschauend breiter angelegt, fünf Tage stehen insgesamt zur Verfügung (8. bis 12. Juli). »Die Witterung muss passen«, weiß Martin Bambach. Maximal zwei Stunden sollen Anwohner während der Straßenmarkierungsarbeiten nicht zu ihren Häusern fahren können. Kilian Pfeiffer