weather-image
23°

Aufnahmeregeln in Kindergärten geändert

5.0
5.0
Teisendorf: Aufnahmeregeln in Kindergärten geändert
Bildtext einblenden
Für die gemeindlichen Kindergärten, darunter auch für den Waldkindergarten auf unserem Bild, hat der Marktgemeinderat Teisendorf einige Änderungen in der Satzung beschlossen. (Foto: Konnert)

Teisendorf – Für die gemeindlichen Kindergärten in Neukirchen, Mehring und Thumberg (Waldkindergarten) hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einige Änderungen in der Satzung beschlossen. Sie beziehen sich auf die Aufnahmeregelungen in die Kindertageseinrichtungen und den Nachweis einer ärztlichen Untersuchung bei der Aufnahme.


Grund sind neue gesetzliche Regelungen, wie zum Beispiel das Masernschutzgesetz. Der Beschluss fiel bei einer Gegenstimme. Die Nachfrage nach Kindergartenplätzen ist in der letzten Zeit in der Marktgemeinde stark gestiegen.

Anzeige

Alle Kinder zwischen drei und sechs Jahren haben grundsätzlich einen Rechtsanspruch auf einen Platz in einer Kindertagesstätte. Seit vorigem Jahr fördert das Land Bayern zudem jeden Kindergartenplatz für Kinder ab drei Jahre mit 100 Euro. Dies hat die Nachfrage nochmal steigen lassen. Wie bisher auch, erfolgt die Aufnahme in die Kindertageseinrichtung nach Maßgabe der verfügbaren Plätze.

Gibt es nicht genügend Plätze, wird eine Auswahl nach Dringlichkeitsstufen vorgenommen. Vorrang haben Kinder, die in der Gemeinde wohnen und darunter wiederum solche, deren Mutter oder Vater alleinerziehend und berufstätig sind oder deren Familien in einer besonderen Notlage sind. Auch Kinder, die im Interesse einer sozialen Integration der Betreuung in einer Kindertageseinrichtung bedürfen, werden vorrangig berücksichtigt.

In der nun angepassten Satzung ist die Altersstufe als Dringlichkeitskriterium weggefallen. Neu festgelegt wurde, dass Kinder, deren Geschwister bereits in der Kindertagesstätte sind, bevorzugt aufgenommen werden sollen. So soll Familien mit mehreren Kindern die Aufnahme erleichtert werden.

Neu formuliert wurden auch die Regelungen zum Nachweis der ärztlichen Untersuchung. Demnach haben die Eltern bei der Anmeldung zum Besuch der Kindertageseinrichtung eine Bestätigung der Teilnahme des Kindes an der letzten fälligen altersentsprechenden Früherkennungsuntersuchung vorzulegen. Der Träger ist verpflichtet, schriftlich festzuhalten, ob seitens der Eltern ein derartiger Nachweis sowie ein gültiges Impfbuch vorgelegt wurden.

Weiter gelten ab 1. März, wenn die Einschreibungen für das neue Kindergartenjahr beginnen, die Regelungen zum Masernschutzgesetz, dessen Ziel es ist, dass Schul- und Kindergartenkinder wirksam vor Masern geschützt werden. Einzelheiten zur konkreten Umsetzung und zur Kontrolle in den Kindergärten der Marktgemeinde müssen noch geklärt werden. kon