weather-image
10°

Auch ohne Mauerkirchner: Siegsdorf will unbedingt spielen

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Er wird dem TSV Siegsdorf diesmal gegen den FC Töging II fehlen: Torjäger Stefan Mauerkirchner (links). Dafür will Patrick Wundersamer (rechts) mit dem TuS Traunreut das schwere Spiel beim TSV Peterskirchen gut überstehen. (Foto: Weitz)

Herbstrunden-Finale in der Fußball-Kreisliga 2: Sieben Partien sind am Wochenende angesetzt (der spielfreie BSC Surheim ist schon in der Winterpause), doch ob sie auch tatsächlich stattfinden können, muss man natürlich witterungsbedingt abwarten. Gestern war der eine oder andere Platz noch leicht mit Schnee bedeckt.


Selbst jene Mannschaft, die auf den Führenden in der Torschützenliste verzichten muss, will ihre Heimvorstellung gegen den FC Töging II (Samstag, 14.30 Uhr) unbedingt durchdrücken: Spitzenreiter TSV Siegsdorf. Schon in den letzten beiden Partien gegen den ASV Piding (2:0) und bei der SG Schönau (1:4) musste Stefan Mauerkirchner (bislang 15 Tore) passen, weil er sich am 26. Oktober im Top-Duell gegen die SG Tüßling/Teising (3:3) einen Innenbandanriss im Knie zugezogen hatte – und in der Schlussphase ausgewechselt werden musste.

Anzeige

Obwohl auch der gesamte Trend des Tabellenführers nicht sonderlich positiv ist (vier Punkte aus den letzten drei Begegnungen), wollen die Siegsdorfer die Partie abwickeln. Mauerkirchner, zugleich Co-Trainer des TSV, bestätigte gestern auf Anfrage: »Wir wollen auf alle Fälle spielen, wenn es vom Platz her geht. Wir wollen mit einem guten Gefühl und einem Sieg in die Winterpause gehen.« Die Landesliga-Reserve vom Inn reist als Rangzehnter an – das Hinspiel hatte sie gegen den Favoriten mit 2:3 verloren.

Der TSV Waging erwartet am Samstag um 12.30 Uhr den TSV Reischach im Wilhelm-Scharnow-Stadion. »Unsere Leistungen waren in den letzten Partien einfach nicht konstant«, klagt Wagings Pressesprecher Andreas Siegel, »nach dem doch enttäuschenden 0:0 gegen die 'Zweite‘ aus Töging müssen wir erst einmal die Aufstiegshoffnungen begraben.« Gegen den Tabellensechsten aus dem Holzland, der sich im Vorrundenduell mit 3:1 durchgesetzt hatte, wird Michael Auer ins »Seerosen«-Team zurückkehren, um der etwas schwächelnden Offensive neue Impulse zu geben. »Einige andere Verletzte kommen diesmal noch nicht zurück, sondern erst nach der Winterpause«, weiß Trainer Sepp Aschauer, der dennoch auf einen Dreier hofft.

Gleiches gilt für das Altenmarkter Spielertrainerduo Michael Lissek/Sebastian Leitmeier, das am Samstag um 14 Uhr einen Dreier gegen den SC Inzell anpeilt. Beide Teams waren am vergangenen Wochenende nicht im Einsatz: Das Altenmarkter Spiel in Traunreut wurde schon länger auf 5. Mai verschoben, der SCI konnte witterungsbedingt nicht gegen den SV Mehring antreten. Insofern darf man vor diesem »absoluten Endspiel« (Lissek) zweier Abstiegskandidaten gespannt sein, wer schneller seinen Rhythmus findet. »Verlieren ist für uns verboten, wenn die Aufgaben im nächsten Jahr nicht unnötig schwer werden sollen«, betont Lissek, der von seiner Truppe fordert: »Nochmal alles raushauen und dann die Winterpause genießen.«

Die Inzeller (Tabellen-13. mit 13 Zählern) haben zwar das Hinspiel mit 3:1 für sich entschieden, doch nun müssen sie aufpassen, dass sie vom TSV (14. mit 11 Punkten) nicht überholt und auf einen Direktabstiegsplatz verwiesen werden.

Eine Punkteteilung (1:1) gab’s im Hinspiel zwischen dem TuS Traunreut und dem TSV Peterskirchen. Diesmal sind jedoch die heimstarken Blau-Gelben (3./31 Punkte) klarer Favorit, zumal sie – im Gegensatz zu den Grün-Weißen – eine tolle Saison spielen und auch noch realistische Chancen auf eine Bezirksliga-Rückkehr besitzen. Wenn im Mörntal-Stadion am Samstag ab 15 Uhr der Ball rollt, werden die Peterskirchner Daniel-Winklmaier-Schützlinge alles daran setzen, die einzige Heimschlappe (1:3 gegen Reischach) vergessen zu machen und ihren achten Dreier im neunten Heimspiel zu landen. Damit könnte man gleich eine neue Heimserie starten.

Der TuS reist zu diesem Derby mit einer relativ passablen Auswärtsbilanz (2-2-3) an, und Trainer Harry Mayer verdeutlicht, dass sich seine Crew nicht verstecken möchte. »Wir haben fast mit dem kompletten Kader trainiert«, erklärt er, »und da das Spiel unserer 'Zweiten' ausfällt, können wir fast aus dem Vollen schöpfen.« Man werde sicher nicht als Punktelieferant nach Peterskirchen fahren, ergänzt Mayer, »sondern wir wollen nach dem schlechten Ergebnis von Mehring wieder einiges gutmachen und werden alles geben, um einen versöhnlichen Abschluss hinzubekommen. Das sind wir dem Verein und den Zuschauern auch schuldig.«

Am Samstag um 16 Uhr empfängt der SV Kay zum ersten Spiel ohne Trainer Alex Götzinger (wir berichteten über die Trennung) den sieglosen Letzten ASV Piding. Beim Vorhaben, ein ähnlich positives Ergebnis wie beim 3:0-Auswärtssieg in der Vorrunde zu erzielen, werden die Grün-Weißen vom Sportlichen Leiter Florian Schörgnhofer gecoacht. Sein Bruder Dominik, der Kapitän des Kayer Teams, steht ihm unterstützend zur Seite.

Der SV Mehring (5. Platz/30 Punkte) hat am Samstag um 14 Uhr die SG Tüßling/Teising (2./34) zu einem Altöttinger Landkreis-Derby – und zugleich zum Spitzenspiel der 18. Runde – zu Gast. Und der FC Hammerau erwartet im einzigen Sonntagsduell um 14 Uhr die SG Schönau an der Gaisbergstraße. In den jeweiligen Hinspielen gab’s einen knappen und einen klaren Heimerfolg: Die SG gewann 2:1, die Königsseer gar 7:2. Diesmal werden die Karten wieder völlig neu gemischt, und die Vorrunden-Verlierer werden alles daran setzen, sich entsprechend zu revanchieren. cs