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Auch kein Triathlon-Festival am Chiemsee

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In diesem Jahr wird es keinen Triathlon am Chiemsee geben. (Foto: Weitz)

Partner, Helfer und vor allem Sportler mussten sich mit einer definitiven Aussage zur Durchführung des Eberl-Chiemsee-Triathlons lange gedulden. In den vergangenen Wochen versuchten die Organisatoren allen Widrigkeiten der besonderen Zeit zum Trotz, das Rennen zu organisieren. Die neunte Auflage der Veranstaltung hätte am 27. und 28. Juni über die Bühne gehen sollen.


In dieser Woche folgte dann aber doch das Aus für den Chiemsee-Triathlon: »Leider reiht sich das Triathlon-Festival nun in eine ganze Reihe an Wettkämpfen ein, die ebenfalls abgesagt werden müssen,« stand in der offiziellen Nachricht des Veranstalters.

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Dieser versuchte zu erklären, wie und vor allem warum es zu dieser Entschei-dung kam. Erst in der Woche zuvor ergingen von den Dachverbänden DTU und der internationalen ITU Hygienerichtlinien für eine Durchführung an die Veranstalter. »Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten und der Zahl der Anwesenden wären diese Richtlinien einfach nicht umzusetzen,« musste man sich eingestehen. Auch der zusätzliche Kostenpunkt für Hygienemaßnahmen wären mit den vorhandenen Mitteln wohl nicht zu bewältigen gewesen.

Die Überlegungen für eine Verlegung der Wettkämpfe in den Herbst waren ebenfalls schon weit gediehen. Aber auch hier blieben die Risikofaktoren: Wie wird sich die Situation bis dahin entwickeln? Welche Auflagen sind dann zu erfüllen? Zudem stieß man auch bei diesen Überlegungen auf große finanzielle Hürden: »Würden wir die Planungen fortführen, würden weitere Kosten entstehen. Das bedeutet bei einer kurzfristigen Absage das definitive Aus für den Eberl-Chiemsee-Triathlon«, hieß es in der Pressemitteilung weiter.

Man gab sich kämpferisch: »Gerne hätten wir wieder wie jeden Frühsommer ein Sport-Fest am Bayerischen Meer veranstaltet. Dem ist heuer nicht so. Wir wollen aber nach vorne blicken.« Dennoch, das rechnen die Veranstalter auch vor, ist die Situation für die Zukunft der Veranstaltung bedrohlich. Ein Großteil der Einnahmen durch die entrichteten Startgelder ist bereits für die Vorbereitung der nun abgesagten Veranstaltung ausgegeben worden. Eine vollständige Rückzahlung an die Athleten würde zwangsläufig zur Insolvenz führen.

So entschloss sich der Organisator für Offenheit und Transparenz verbunden mit einer Rückzahlung über den Betrag, der eben noch übrig ist. Man hofft auf das Verständnis der Sportlerinnen und Sportler und darauf, dass man ihnen im nächsten Jahr wieder ein prächtiges Triathlon-Fest präsentieren kann. fb