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Asylbewerber protestieren

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Die Polizei musste am Montag im Landratsamt einschreiten, als Asylbewerber in der Behörde protestierten. (Foto: Pfeiffer)

Bad Reichenhall – Die Lebenssituation sei schlecht, deshalb haben am Montagnachmittag zehn Asylbewerber aus Eritrea das Landratsamt in Bad Reichenhall besetzt, wie Pressesprecher Andreas Bratzdrum auf Anfrage des »Berchtesgadener Anzeiger« berichtete. Schließlich musste die Polizei geholt werden, um die Demonstration zu beenden.


»Die Asylbewerber haben sich beschwert, weil es in ihrer Unterkunft nur Vollverpflegung gibt«, so Bratzdrum. Der Betreiber des Hauses versorgt die Bewohner mit regelmäßigen Mahlzeiten. Wunsch der Asylanten ist es aber, sich selbst versorgen zu dürfen. Bislang ist das nicht möglich. Die Flüchtlinge aus Eritrea, die in einer Unterkunft in Bayerisch Gmain untergekommen sind, hätten andere Vorstellungen und waren in der Vergangenheit auch schon einmal da gewesen, hatten um einen Gesprächstermin gebeten, dieser wurde ihnen auch gewährt. »Wir hatten einen Termin vereinbart, bei dem das Thema besprochen werden sollte«, so Bratzdrum. Für Ende dieser Woche war er angesetzt.

Doch so lange wollten die Flüchtlinge nicht warten. Trotz mehrfachen Bittens verließen die Asylbewerber am Montag das Landratsamt nicht mehr. »Wir mussten die Polizei verständigen«, sagt Bratzdrum. Diese kam mit acht Polizeibeamten, musste allerdings nicht eingreifen, da sich die Beschwerenden mit dem erneuten Gesprächsangebot Ende der Woche zufrieden gaben. kp