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Anschluss an die Zukunft

Ursprünglich sollte das Verlegen von Glasfaserkabeln bereits Anfang September fertiggestellt werden, so der Gemeindechef. Gründe für die Verzögerung seien »Probleme mit dem Subunternehmer«. Eine Anfrage bei der Deutschen Telekom blieb bis Redaktionsschluss unbeantwortet. Insgesamt investiert die Marktgemeinde 89 000 Euro, die mit 70 Prozent vom Freistaat Bayern bezuschusst werden.

Bislang surfen Bewohner von Unter- und Oberau mit ISDN-Geschwindigkeit. »Für das Gewerbegebiet Gartenau in der Unterau ist das aber nicht tragbar«, sagte Franz Rasp. »Eine vernünftige Internetanbindung gehört heute zur Grundvoraussetzung für das Gewerbe. Mit unseren Investitionen werden wir die Situation deutlich entspannen«. Zwar befinde man sich noch weit entfernt vom Ziel, eine Übertragungsgeschwindigkeit von 50 MBit pro Sekunde zu erreichen, so Rasp, doch sei mit der Investition zumindest »der erste Schritt gemacht«. Dennoch gibt es noch Ortsbereiche, die wohl auch in Zukunft vom schnellen Internet abgeschnitten bleiben. »Maria Gern ist so ein Fall«, weiß Rasp, der selbst dort wohnt. Völlig unwirtschaftlich wäre eine dortige Umsetzung, die mit einer Richtfunklösung erfolgen müsste. »Auf absehbare Zeit wird da nichts passieren«, bleibt der Gemeindechef realistisch. Und auch in der Buchenhöhe wird es voraussichtlich noch einige Zeit dauern, ehe man dort auf eine flotte Internet-Verbindung zurückgreifen kann. »Wir sind an einem Projekt dran«, erklärte Rasp. Zwischen Klaus- und Buchenhöhe würden schon mal Leerrohre gemeinsam mit der Erdgasleitung verlegt werden, die - sollte es in Zukunft mal soweit sein - für Glasfaserkabel Verwendung finden könnten. »Es sind aber noch Verhandlungen notwendig«. Die Verwaltung des Marktes rechnet mit einer möglichen Umsetzung im kommenden Jahr. kp

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