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Angespannte Parksituation am Bahnhof – Auch B304 war großes Thema

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Barbara Traunsteiner sprach die Straßenbeleuchtung in Teisendorf an und wünschte sich Fahrradständer an der Marktstraße. (Foto: Konnert)

Teisendorf – Die Bürgerversammlung in Teisendorf war mit gut 80 Teilnehmern gut besucht. Nach dem Rechenschaftsbericht des Bürgermeisters Thomas Gasser wurden die verschiedenen Fragen der Bürger behandelt.


Max Eisenbichler sprach die angespannte Parksituation am Teisendorfer Bahnhof an. Es werde immer schwieriger, dort einen freien Parkplatz zu finden. Er wollte wissen, was die Gemeinde dagegen tue und ob man in den nächsten zwei bis drei Jahren mit einer Verbesserung der Situation rechnen könne. Man kenne das Problem, so Bürgermeister Thomas Gasser, es sei aber im Moment schwierig, eine schnelle Lösung zu finden, weil die Grundstücke in der Nähe des Bahnhofs nicht im Eigentum der Gemeinde seien. Man sei im Gespräch mit der Bahn und habe auch den barrierefreien Umbau des Bahnhofs angeregt, allerdings setze die Bahn im Moment andere Prioritäten.

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Kein negativer Einfluss auf Volkstrauertag

Ein ganz anderes Problem bewegte Ludwig Gschwendtner. Er findet es pietätlos, wenn in Teisendorf der Volkstrauertag und der Kramermarkt zusammenfallen. Das Markttreiben untergrabe die Würde dieses Tags des Gedenkens an die Opfer von Krieg und Vertreibung. Er stellte deshalb zum wiederholten Mal den Antrag, den Markttag zu verlegen und im Gemeinderat darüber abzustimmen.

Man habe sich mit diesem Thema bereits im Vorjahr befasst, antwortete der Rathauschef. Der Gemeinderat habe damals den Beschluss gefasst, dass der Markttag nicht verschoben werde, weil das Marktgeschehen nicht dergestalt sei, dass es die Feier des Volkstrauertags negativ beeinflusse. Man habe den Markt vor einigen Jahren vorverlegt, damit er nicht mit anderen großen Märkten in Freilassing und Bad Reichenhall zusammenfalle. Gasser sagte aber zu, im Falle seiner Wiederwahl im Frühjahr 2020 das Thema wieder in den neuen Gemeinderat einzubringen.

Gleich mehrere Themen sprach Albert Gnadl in seinen Wortmeldungen an. Es ging um Blockierung von Gehwegen durch Schnee nach Winterdienst-Räumungen, um die Beseitigung des seitlichen Geästes an der Straße über den Spöcker Berg und um die Kommunale Verkehrsüberwachung, die seiner Meinung nach zu wenig kontrolliert.

Bürgermeister Gasser versprach, den angesprochenen Punkten nachzugehen. Bezüglich der Verkehrskontrollen verwies er auf das von der Gemeinde gebuchte Zeitkontingent, das auch eingehalten werde. Die Auswertungen liegen der Gemeinde vor, bei Interesse könne man sie im Rathaus gerne einsehen.

Zum Thema Straßen und Straßensanierungen gab es gleich mehrere Wortmeldungen. Bei Sanierungen müsse man die Straßen im Außenbereich den heutigen Fahrzeuggrößen anpassen, meinte Hans Willberger und gab das Beispiel der Straße von Oberteisendorf ins Achthal, die nur 4,5 Meter breit sei. Dadurch würden bei Gegenverkehr große Fahrzeuge über den Straßenrand hinaus fahren und den angrenzenden Grund arg in Mitleidenschaft ziehen.

Straßenbauamt ist zuständig

Das Problem sei bekannt, so der Bürgermeister, allerdings sei jede Straßenverbreiterung mit Grunderwerb durch die Gemeinde verbunden, was immer sehr schwierig sei. Die konkret beschriebene Situation sei auch den Straßensperrungen in Oberteisendorf und den damit notwendigen Ausweichrouten geschuldet.

Peter Krammer monierte die Überlappung von Straßenbaumaßnahmen im Gemeindegebiet, wie zum Beispiel den Bau des Kreisverkehrs und die Sperrung bei Gemachmühle. Auch hier zeigte der Bürgermeister Verständnis und erklärte, dass die Abstimmung der Maßnahmen zwischen unterschiedlichen Bauträgern wie Straßenbauamt und Gemeinde teils unbefriedigend sei.

Heinrich Abfalter bat zu prüfen, ob ein Flächentausch den Bau des Geh- und Radwegs von Vachenlueg zur Bundesstraße 304 nicht doch möglich mache. Der Bau von Geh- und Radwegen liege in der Zuständigkeit des Straßenbauamts. Dieses verfolge zur Zeit das Projekt wegen fehlender Bereitschaft der Grundeigentümer zum Verkauf nur von Thundorf bis an die Grenze der Marktgemeinde Teisendorf. Ein Grundstückstausch sei im Moment kein Thema, so Gasser. Auf die Nachfrage von Gemeinderat Georg Quentin, ob trotz der Sperre der Ortsdurchfahrt von Oberteisendorf die Nutzung der alten Bundesstraße 304 erlaubt sei, verneinte der Bürgermeister.

Barbara Traunsteiner bat, die Straßenlampen an der Bahnhofsstraße zu überprüfen und wo notwendig frei zu stellen, weil die Beleuchtung auf bestimmten Abschnitten stark beeinträchtigt sei. Sie regte auch an, an der Marktstraße Fahrradständer anzubringen. Vor Kurzem sei ein neuer Fahrradständer bei der Marktapotheke angebracht worden, merkte Hans Seibert dazu an. Er wollte vom Bürgermeister wissen, welche Pläne man für die Begrünung des neuen Kreisverkehrs an der Bundesstraße 304 habe. Das Staatliche Bauamt werde dort eine Bienenweide anlegen, so die Antwort des Bürgermeisters. Die Begrünung und Pflege eines an der Bundesstraße gelegenen Kreisverkehrs könne aus sicherheitstechnischen Gründen nicht an einen privaten Verein vergeben werden, wie dies beim Kreisverkehr an der Staatsstraße der Fall ist.

Schlecht informiert fühlte sich Christiane Slowodski zu der Vergabe von Baugrundstücken im Ansiedlungsmodell und regte eine Informationsveranstaltung für die Bewerber an, damit sie besser planen könnten. Bürgermeister Gasser hält eine solche Veranstaltung für nicht zielführend. Jeder Interessent könne sich im Rathaus informieren und sich um ein Grundstück bewerben. Alle Anträge würden gesammelt und bei Vergaben berücksichtigt. kon

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