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Alte Rock-Kracher und »Neuerscheinungen«

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»The Newer Electric Guitar Ensemble« heizte dem Publikum in Traunstein ordentlich ein. (Foto: Heigl)

Wie immer platzte der Traunsteiner Rathaussaal bei der Canario-Gitarrenkonzert-Reihe der Traunsteiner Musikschule unter dem großen Publikums-Andrang aus allen Nähten. So war es beim Konzert »XIXa« nach kurzer Zeit heiß wie in einer Discothek, wozu das Gitarren- und Rock-lastige Programm ja tatsächlich passte.


»Rock'n'Roll never dies!«: Diesem Motto haben sich Gitarrenlehrer Alfred Schillmeier und seine Schülerensembles gemeinsam mit den musikalischen Gästen des Abends, den »Alten Hasen«, wieder mit hörbarer Begeisterung gewidmet. Special Guests waren etwa Gerhard Krenn, gefragter Münchner Bassist, Dirk Bennert, Lehrer für Percussion und Schlagzeug an der Musikschule Traunstein, Günther Meixensberger, E-Bass, und Vinzenz Marchfelder, Drums.

Das erste Ensemble des Abends, die »Felln Rocker«, legte gleich richtig los und spielte die alten »Kracher« wie »Sunshine of your Love« (Cream), das unverwüstliche »Smoke on the water« (Deep Purple), »Breaking the Law« (Judas Priest) und »Run for Pacifica« von Alfred Schillmeier selbst. Aber es gab auch »Neuerscheinungen« zu hören wie das äußerst charmante »Je ne parle pas francais« (Namika), vom Traunsteiner Gitarrenensemble sehr fein gespielt und von Alfred Schillmeier wunderbar leichtfüßig arrangiert.

Gitarrenriffs, die Geschichte machten, stellte Leo von Spreti auf seiner Flying-V-Guitar vor und heizte die aufgekratzte Stimmung ordentlich mit »Raining Blood«-parts of, »Master of Puppets-Riff und AC/DC-Riffs an. Auch Ramona Mühlbacher und Veronika Steinberger sind immer wieder gern gesehene Gäste bei den Canario Konzerten. Und obwohl die beiden noch jung sind, gehören die beiden Sängerinnen durch ihre professionellen Auftritte doch schon zu den »Alten Hasen«; genauso wie Simon Zeller, ehemaliger Gitarrenschüler, mit dem sie eine heiße musikalische Session vom Stapel ließen. Mit »Call me the Breeze« (J. J. Cale), »Sweet home Chicago« (Freddie King) und dem legendären »Johnny B. Goode« (Chuck Berry) begeisterten sie das Publikum.

Zuvor hatte das »The Newer Electric Guitar Ensemble« mit wieder stimmig arrangierten Instrumentals von Metallica sein Können gezeigt. Tobi Spohn und Vinzenz Hoier spielten auf dem Klangteppich ihre heißen Soli auf und die Luft erwärmte sich noch um ein paar Grad.

Ein »Ehemaliger« ist auch Heinrich Albrecht, der vom überzeugten Metaller nun zum Bluesman geworden ist. Gemeinsam mit den beiden Sängerinnen, die mit ihren halbdunklen und leicht rauchigen Stimmen das Publikum wieder für sich einnahmen, spielten sie die Zugaben des Abends. Mit »Lets twist again« und »Come on over« endete das Konzert. Barbara Heigl

Als Beitrag zum Beethovenjahr 2020 präsentiert das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter seinem Chefdirigenten Mariss Jansons einen kleinen Zyklus zum Teil selten gespielter Beethoven-Ouvertüren. Neben Rennern des Repertoires wie der »Egmont-« oder der »Fidelio«-Ouvertüre dirigiert der lettische Maestro auch Randständiges wie »Die Weihe des Hauses« oder »Die Ruinen von Athen«. Der Zyklus werde auch auf CD herauskommen, sagte Jansons bei der Vorstellung der Orchestersaison 2019/2020 in München.