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Alpentourismus der Zukunft – Jahrestagung der Bergsteigerdörfer

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Ramsau: Alpentourismus der Zukunft – Jahrestagung der Bergsteigerdörfer in Berchtesgaden
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Der nachhaltige Tourismus wird eine Herausforderung für die Ramsau darstellen. Im Rahmen der Jahrestagung der Bergsteigerdörfer sollen Lösung erarbeitet werden. (Foto: BGLT)

Ramsau/Berchtesgaden – 110 Teilnehmer werden ab dem heutigen Freitag zur 12. Jahrestagung der Bergsteigerdörfer, die nicht öffentlich ist, in Ramsau und Berchtesgaden erwartet. Zuvor fand diese Veranstaltung immer auf österreichischem Boden statt.


Internationale Vertreter der Bergsteigerdörfer, Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber sowie weitere Experten werden über die Herausforderungen und Perspektiven der Bergsteigerdörfer diskutieren. Dabei wollen die Teilnehmer Lösungsansätze für die bestehenden Probleme erarbeiten.

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Da der Deutsche Alpenverein (DAV) heuer sein 150-jähriges Bestehen feiert, wird die Jahrestagung der Bergsteigerdörfer dieses Mal in Ramsau und Berchtesgaden ausgetragen. Der DAV ist für die Ausrichtung, die Tourist-Info Ramsau für die Organisation zuständig. »In erster Linie dient diese Tagung als Diskussionsforum für Bergsteigerdörfer«, so der Geschäftsleiter der Tourist-Info Ramsau, Fritz Rasp.

Die Idee der Bergsteigerdörfer fußt auf der Alpenkonvention. In der Rahmenkonvention verpflichten sich die Vertragsparteien, durch eine ganzheitliche Politik eine umweltverträgliche Wirtschaft im Alpenraum zu gewährleisten. Bündnispartner wollen dementsprechend eine gemeinsame Lösung finden. Momentan gibt es international 27 Bergsteigerdörfer, in Deutschland sind es vier. Um diese aufrechtzuerhalten, werden durch diese Jahrestagungen Lösungen für Herausforderungen der Bergsteigerdörfer erarbeitet.

In den Vorjahren diskutierten die Teilnehmer beispielsweise über die Sauberkeit des Wassers und die Kultur der Bergsteigerdörfer. »Die Ergebnisse wollen wir dann für die Ramsau umsetzen«, so Rasp. Dieses Mal ist unter anderem der nachhaltige Tourismus ein Schwerpunkt der Tagung. Gerade für die Ramsau ein brisantes, weiß der Geschäftsleiter, da der Verkehr dort chaotisch sei. Viele Autos parken neben den stark befahrenen Straßen. Reisebusfahrer wissen nicht, wo sie ihr Fahrzeug abstellen sollen. Deshalb sei eine geordnete Mobilität für die Zukunft gefordert.

Der Auftakt der Jahrestagung erfolgt am Nachmittag im »Haus der Berge«, wo Ramsaus Bürgermeister Herbert Gschoßmann, DAV-Vizepräsident Rudi Erlacher und Nationalparkleiter Dr. Roland Baier in Anwesenheit von Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber die Tagung eröffnen werden.

Anschließend gibt es Impulsreferate, einen Vortrag zum Thema »Alpentourismus der Zukunft – Wohin geht die Reise?« und eine Podiumsdiskussion, in der es um die Herausforderungen und Perspektiven der Bergsteigerdörfer geht.

Im Rathaus Ramsau stehen am Samstag verschiedene Workshops an. Unter anderen werden die Regionalentwicklung in Berggebieten und der Bergsport im Wandel thematisiert.

Gegen Mittag gibt es eine Führung durch das Bergsteigerdorf und am Nachmittag eine Lesung von Kriemhild Buhl. Die Berggaststätte »Wimbachschloss« ist dann am Sonntag das Ziel einer Wanderung, die die nicht-öffentliche Tagung der Bergsteigerdörfer abschließt. UK/pv

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