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Aki alpin: Rebensburg auf Podium, Stechert Fünfter

Aspen (dpa) - Diese Reise hat sich gelohnt! Tobias Stechert rast in Kanada zum besten Ergebnis seiner Karriere und holt bei der Abfahrt Rang fünf. In Aspen erreicht Viktoria Rebensburg Rang drei - ist mit ihrem Rennen aber trotzdem nicht zufrieden.

Dritte
Viktoria Rebensburg durfte sich am Ende noch über einen Podestplatz freuen. Foto: Justin Lane Foto: dpa

Riesenjubel in Kanada, zufriedene Gesichter in Colorado: Rund eineinhalb Stunden, nachdem Stechert bei der Herren-Abfahrt in Lake Louise sensationell auf den fünften Platz gerast war, freute sich Rebensburg rund 1500 Kilometer weiter südlich über Rang drei beim Riesenslalom. In Aspen erreichte die Olympiasiegerin das 14. Weltcup-Podest ihrer Karriere. «Die beiden Ergebnisse sind super», lobte Alpin-Direktor Wolfgang Maier. Einziger Wermutstropfen an einem erfolgreichen Samstag für den Deutschen Skiverband: Der Ausfall von Maria Höfl-Riesch.

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Die Doppel-Olympiasiegerin war an ihrem 28. Geburtstag bereits im ersten Durchgang auf dem Innenski weggerutscht und anschließend in ein Tor gekracht. «Ich wollte mich mit dem linken Arm schützen, denn sonst wäre mir die Stange ins Gesicht geschlagen. Es ist schon schmerzhaft», sagte Höfl-Riesch. Ihr Start beim Slalom am Sonntag soll aber trotz der leichten Verletzung nicht in Gefahr sein.

Die nun 28-Jährige haderte mit ihrem Ausfall: «Die Enttäuschung ist groß. Denn im Riesentorlauf läuft es eigentlich gerade sehr gut und ich habe mir viel erwartet.» Beim Auftakt in Sölden war sie Elfte geworden. Viel Zeit zum Ärgern bleibt aber nicht, denn beim Slalom will sie dem Erfolg in Finnland vor zwei Wochen ein weiteres gutes Resultat folgen lassen. «Ich habe durch den Levi-Sieg ein gutes Selbstvertrauen und hoffe, ich kann das besser umsetzen als im Riesentorlauf.»

Auch Rebensburg war trotz Rang drei nicht vollauf zufrieden mit ihrer Leistung. «Die Freude über den Podestplatz ist schon groß. Ich habe aber einen Bock geschossen und bin auch technisch nicht sauber gefahren», sagte sie nach dem souveränen Sieg der Slowenin Tina Maze. Das sah Maier ebenfalls so, auch wenn er betonte: «Wenn man auf dem Podium steht, ist man natürlich immer in der absoluten Weltspitze.» Zweite wurde Kathrin Zettel aus Österreich.

Ganz anders war die Stimmung bei Stechert. Im Ziel breitete er beide Arme aus, ballte die Hände zur Faust und stieß einen Jubelschrei aus. Mit der Bestzeit von Aksel Lund Svindal aus Norwegen konnte der 27-Jährige zwar nicht mithalten, verpasste das erste Podium seiner Laufbahn aber nur um 19 Hundertstelsekunden - und erzielte so das beste deutsche Schussfahrt-Resultat seit dem Sieg von Max Rauffer vor acht Jahren in Gröden. «Das ist was Besonderes, ich war bei weitem noch nicht so weit vorne», frohlockte Stechert.

Schneller als er waren nur noch der Österreicher Max Franz vor seinem Teamkollegen Klaus Kröll und dem Amerikaner Marco Sullivan, die zeitgleich Dritte wurden. Der Ebinger Stephan Keppler holte als 21. mit gut zwei Sekunden Rückstand ebenfalls Weltcup-Punkte. Diese verpassten hingegen seine Teamkollegen Andreas Sander auf Platz 32 und Josef Ferstl auf Rang 42.