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Adventskonzert mit vielen Glanzpunkten

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Den Mitwirkenden des Traunwalchner Adventskonzerts gelingt es seit vielen Jahren, auf hoher musikalischer Ebene durch die Weihnachtsgeschichte zu führen. Auch heuer war das Konzert unter der Leitung von Manfred Hausotter von vielen Glanzpunkten geprägt. (Foto: Rasch)

Der 2. Satz aus dem Klarinetten-Konzert von Wolfgang Amadeus Mozart war einer von vielen Glanzpunkten des Traunwalchner Adventskonzerts in der Pfarrkirche.


Die Solistin Petra Schmidt bewältigte das anrührende Adagio in Begleitung eines Orchesters in einer unglaublichen Intensität und Ausdrucksstärke: Chapeau Petra Schmidt! Spätestens zu diesem Zeitpunkt wäre ein Zwischenapplaus berechtigt gewesen, den sich die Besucher aber bis zum Schluss aufheben mussten. Umso mehr Begeisterung flammte am Ende des in jeder Hinsicht bemerkenswerten Konzerts unter der Leitung von Manfred Hausotter auf. Lang anhaltender Applaus und stehende Ovationen zeugten von einer übereinstimmenden Meinung der Besucher: Ein absolut abwechslungsreiches und harmonisches Programm auf hohem Niveau.

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Die Mitwirkenden, der Kirchenchor Traunwalchen und ein Kirchenorchester sowie Gesangs- und Instrumentalsolisten, garantieren seit vielen Jahren als fester Bestandteil auf hoher musikalischer Ebene durch die Weihnachtsgeschichte zu führen. Der Spagat zwischen Klassik und Volksmusik gelang ihnen auch heuer wieder in perfekter Harmonie. Die interpretatorische Gesamtleistung mit Werken großer Komponisten unterschiedlicher Musikepochen verdient großes Lob. Chor, Instrumentalisten und Solisten zeigten sich stimm- und spielsicher. Mit Leidenschaft und überlegender Ruhe verstand es auch Manfred Hausotter, die Mitwirkenden in seinen Bann zu ziehen. Inspirierend war auch die Aufforderung des Dirigenten, die Zuhörer sowohl zu Beginn als auch in den finalen Akt mit einzubeziehen. Mit dem Chor stimmte das Volk das bekannte Weihnachtslied »Macht hoch die Tür« an und verabschiedete sich mit »Nun freut euch ihr Christen«. Verbindende Worte zwischendurch sprach Pfarrer Richard Datzmann.

Auf die Ankunft des Herrn stimmten zunächst der Chor mit dem Johannes-Brahms-Chor »O Heiland reiß die Himmel auf« und die Blechbläser mit der Allemande von Samuel Scheidt ein. Daran anknüpfend erklang Johann Haydns Salve Regina für Chor, Streicher und Orgel. Den berührenden Solopart in der Adventskantate »Maria durch ein Dornwald ging« von Herbert Paulmichl übernahm Günther Datz, bevor Petra Schmidt mit dem 2. Satz aus Mozarts Klarinetten-Konzert brillierte.

Mit einem getragenen Ave Maria aus der Feder von August Duck, leiteten Chor, Fagott und Harfe über in die Verkündigungsszene des alpenländischen Teils. Auch hier war das Lied- und Musikgut mit Sorgfalt ausgewählt. Der Pertensteiner Dreigesang – Tissi Fernandez, Katharina und Magdalena Lauber – überzeugte mit glockenklaren und makellosen Stimmen in Begleitung von Elisabeth Bäuml auf der Harfe unter anderem mit der bekannten Weise »Still, o Himmel.« Klarinetten und Fagott streuten eine wunderschöne Hirtenweise ein, Holzbläser und Harfe eine beruhigende Volksweise. Daran anknüpfend folgte mit dem Lied »Grüß euch Gott, Hirtenleut« eine beschwingte Botschaft und das steirische Volkslied »Seht ihr in einem einsamen Stalle«, astrein intoniert von den Blechbläsern.

Im abschließenden Klassik-Teil wurde mit Michael Haydns »Benedictus, Qui Venit« die Geburt Christi eingeleitet, abgerundet von den Holzbläsern mit Leonhard Schroeters »Lobt Gott, ihr Christen« und dem »Gelobet seist du« von Adam Gumpelzhaimer. Die Solistinnen Tissi Fernandes und Irmi Irgmaier glänzten mit ihren strahlenden Sopranstimmen nicht nur im »Duetto Postorum« aus der Weihnachtskantate von Haydn, sondern auch beim mächtigen Gloria aus der Krönungsmesse von Wolfgang Amadeus Mozart mit Bernhard Kesy (Tenor) und Günther Datz (Bass) als weitere Solisten.

Ein klanggewaltiges Feuerwerk brannten die Blechbläser mit John Iveson´s arrangierten Brass-Quartett »A Carol Fantasy« ab. Die fünf Bläser aus den Reihen der Blaskapelle Traunwalchen wuchsen bei der bekannten Fanfare mit satten Tuba-Klängen über sich hinaus und zogen dabei alle Register ihres Könnens. Nicht minder mitreißend war der 1. Satz aus der Serenade op. 25 von Ludwig van Beethoven für Flöte, Violine und Viola.

Die Munterkeit des Allegro strahlte nicht zuletzt aufgrund der großartigen und spielfreudigen Interpretation von Anna-Lena Mayer, Johanna Wallner und Anna Ecker eine ansteckende Heiterkeit aus: Als höre man im Geiste die Engerl lobpreisen. Mit dem bekannten Kirchenlied »In dulci Jubilo« von Johann Sebastian Bach, das vorwiegend in der Weihnachtszeit gesungen wird, und dem »Te deum« von Wolfgang Amadeus Mozart fand das Konzert einen mächtigen Ausklang. Gabi Rasch

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