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A zünftige Musi auf da Gerstreit

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Hogoascht auf der Gerstreit (v.l.): Stehend – Maria Schnitzlbaumer, Veronika Steinbacher, Stefanie Ortner, Katharina Schöndorfer, Katharina Schwab, Christl Haas, Veronika Geisler, Anderl Böving (Sprecher), Annemarie Anfang, Anna Reiter: knieend – Sepp Huber, Martin Brandner, Hansi Brandner, Jonas Langenhorst, Hansi Reif, Michael Schwab, Martin Wellinger, Christian Scheurl. (Fotos: B. Stanggassinger)

Ramsau – Es war ein besonderer Abend auf Gerstreit. Der Berggasthof ist ein Musikanten-Wirtshaus und die Grünstoaner Klarinettenmusi feierte dort ihren Jubiläums-Hogoascht zum zehnjährigen Bestehen der Formation. Es gab echte, unverfälschte Volksmusik.


Den Anfang machten Weisenbläser der Klausbachmusi und weiter ging es mit der Polka »Am Hennahof« von der Grünsteiner Klarinettenmusi, bevor sich Sprecher Anderl Böving, ein Musikerfreund aus Marktschellenberg, zu Wort meldete. Er stellte die einzelnen Musikgruppen und dessen Werdegang vor. Als erstes die Jubilare, die Grünstoaner Klarinettenmusi: Ziach Hansi Reif, Tuba Katharina Schwab, Klarinette Christl Haas, Klarinette Veronika Geisler und Jonas Langenhorst.

Christl, Kathi, Jonas und Vroni besuchten 2003 die Musikschule und spielten gemeinsam in der 1. Schönauer Bläserklasse. Schnell war der Klarinettenlehrerin Gabi Oder klar, dass die drei Klarinettisten zusammen gehören und meldete sie 2008 bei »Jugend musiziert« (Wettbewerb der besten jugendlichen Musiker aus ganz Deutschland) an. Christl, Jonas und Vroni spielten sich bis zum Bundeswettbewerb in Saarbrücken auf Platz 3.

Die nächste Idee von Gabi Oder war dann das Zusammenspielen in einer Klarinettenmusi. Dazu kam 2009 Kathi mit der Tuba und Hansi Reif vom Oimberg mit der Ziach. Als Klarinettenmusi hat die Gruppe bei Kerstin Schmid-Pleschonig und später bei Marinus Zimmermann in der Musikschule Unterricht genommen. 2011 nahmen sie den Traunsteiner Lindl mit nach Hause. Ein Lindl Hogoascht im Gasthaus »Unterstein« (wir berichteten) war ein voller Erfolg. Danach gab es einen Fernsehauftritt bei der Sendung »Zamm gspuit« im Bayerischen Rundfunk. Es gab auch Pausenzeiten, bedingt durch berufliche Lebenswege, zudem sind einige in örtlichen Musikkapellen vertreten, der Zusammenhalt riss jedoch nie ab.

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Die Jubilare von der Grünstoaner Klarinettenmusi.

Der Sprecher übermittelte mit einem großen Applaus der Zuhörer den größten Dank an die Eltern, welche seit der Musikschule immer an der Seite der jungen Musikanten standen und dazu beitrugen, dass sie heute so gut musizieren können. Weiter ging es im Programm mit der Frillnsee Musi und der »Xandl Polka«, mit der Grünstoaner Klarinettenmusi und dem »Dirndl Königenwalzer«, mit der Klausbachmusi und der Hinterseer Polka sowie den Angerer Dirndln und dem Lied »Wann du durchgehst durch's Tal«.

Der Sprecher stellte die Frillnsee Musi vor: an der Ziach Christian Scheurl, Harfe Annemarie Anfang, Tuba Martin Wellinger, Hackbrett Anna Reiter. Die Frillnsee Musi gibt es seit Mai 2010. Auch sie haben den Traunsteiner Lindl gewonnen und sind mit der Grünstoaner Klarinetten Musi befreundet. Die Frillnsee Musi spielte den Landler »Am Stoa drom«, die Klausbachmusi den »Woferl Boarischen«, die Angerer Dirndl sangen »Da Summa is ausse« und die Grünstoaner Klarinettenmusi ließ den Boarischen »In der oiden Pichler Stubn« erklingen.

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Die Frillensee Musi: An der Harfe Annemarie Anfang, an der Tuba Martin Wellinger.

Sprecher Böving stelle die Klausbachmusi vor, sie spielt in folgender Besetzung: Gitarre Michael Schwab, Basstrompete Franz Brandner, Posaune Hansei Brandner, Bassgeige Anton Hillebrand, Flügelhorn Martin Brandner, Hackbrett Maria Schnitzlbaumer und Ziach Sepp Huber. Entstanden ist die Gruppe im Frühling 2008 bei der 1. Musikprobe im Klausbachtal in Ramsau. Ihr Repertoire reicht von vielen selbst geschriebenen Stücken über Gesangseinlagen bis hin zum Weisenblasen.

Vorgestellt wurden auch die Angerer Dirndl: Gesang Veronika Steinbacher, Stefanie Ortner und Katharina Schöndorfer. Die drei Mädels singen und musizieren bereits seit der Kindheit zusammen. Katharina und Veronika, die beiden Cousinen, fingen als Kinder mit der Blockflöte an. Schon bald kam ein weiteres Instrument, die Gitarre, dazu und später haben sie dann mit dem Singen begonnen.

»Lustig beianand« hieß das Stück der Klausbachmusi und die Frillnsee Musi spielte die »Stoadoi Polka«, die Grünstoaner Klarinettenmusi ließ die »Xari Polka« anklingen. Die Angerer Dirndl spielten und sangen das Lied von Hubert von Goisern »Weit, weit weg« und den offiziellen Abschluss machten die Weisenbläser der Klausbachmusi. Dies war jedoch nur das Ende des offiziellen Teils, denn die Musikanten spielten noch sehr lange an diesem gemütlichen und lustigen Abend. Bernhard Stanggassinger