weather-image
25°

»A heile Welt für ein paar Stunden«

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Die Musiker von »Auf a Wort« haben im Austropop ihre besondere Bestimmung gefunden und begeisterten ihre Fans einmal mehr beim Konzert im k1. (Foto: Maria Maier)

»A heile Welt für a paar Stund'n … und nix vermissen« – diese wunderschöne Ballade von Günter Timischl (STS) trifft den Kern des umjubelten Konzerts der STS-Coverband »Auf A Wort« im k1 in Traunreut.


Die Zuhörer konnten drei Stunden lang abschalten und sich von einer überragenden Coverband mit der Musik der steirischen Rock- und Pop-Ikone berieseln lassen. Bei dem Heimspiel der Band vor rund 450 Zuhörern durften die eingefleischten Fans auch via Facebook ihre Lieblingslieder wählen. Als weitere Überraschung (ent)zündete die Band ein einzigartiges musikalisches Feuerwerk und präsentierte ihre zweite Live-CD.

So wie einst ihre großen Vorbilder mit G´schichten am Lagerfeuer groß geworden sind, so brachte auch das bayerische Pendent am lodernden Feuer die Austro-Pop-Seelen zum Glühen. Es war mucksmäuschenstill im Saal , als das »Feuer lichterloh brannte« und die sechs Musiker davon träumten: »Ein Zigeuner möchte ich sein…«. Nicht nur die drei Frontmänner Peter Schuster, Mathias Rasch und Christian Huber faszinierten bei dieser Überraschungs-Unplugged- Performance mit wohlklingenden Gitarren und perfektem Dreigesang. Sämtliche Register zog Keyboarder Martin Zunhammer auf dem Akkordeon, Bernhard Schmied tauschte kurzerhand seinen E-Bass gegen einen Kontrabass und Robert Ertl sein Schlagzeug gegen Percussions.

»Das war gewaltig«, schwärmten die Zuhörer. » Die sind einfach nur genial. Die Burschen gefallen mir besser wie das Original.« Es war aber nicht nur die zu Beginn angekündigte Überraschung am Lagerfeuer mit alkoholfreiem Sechserpack Gerstensaft, die bei den Fans stehende Ovationen auslöste. Der Kontakt zum Publikum war schon nach der ersten Nummer hergestellt und im Laufe des Abends nahm das Konzert immer mehr an Fahrt auf. Bekannte und weniger bekannte Titel wie »Wunder meiner Seligkeit«, die romantische Ballade »Mach de Aug'n zua« oder die Geschichten vom alten Fischer, dem »altmodischen Hund« wurden ebenso frenetisch umjubelt wie der »Großvater« oder die gänsehauttreibende Schilderung eines tödlichen Autounfalls »Ich hob di leb'n g'seng« .

Die drei Frontmänner sind auch bekannt dafür, dass sie sich gegenseitig auf die Schippe nehmen und immer lustige Sprüche auf den Lippen haben. Die lockere, sympathische Moderation kam auch beim Traunreuter Publikum gut an, das sich am Ende von den Sitzen erhob und langen Applaus für mehr Musik spendete. Wer will auch schon nach so kurzer Zeit wieder nach Hause gehen? Immerhin hatte Peter Schuster den Fans versprochen: »Wir feiern bis vier Uhr in der Früh.« So lange hat es dann aber doch nicht gedauert. Nach mehreren Zugaben war dann Schluss.

Wo immer die Band auftritt, löst sie Begeisterung aus. Die sechs Musiker begeistern seit acht Jahren ein breites Publikum. »Auf A Wort« touren mittlerweile durch ganz Bayern und Österreich und im vergangenen Jahr hieß es sogar : » Manege frei« im Circus-Krone-Bau in München. Die Bandmitglieder kommen aus dem Stadtgebiet Traunreut und aus Tittmoning und spielen alle in namhaften Gruppen der regionalen Musik-Szene. »Nebenbei« kommen sie auch noch einem geregelten Vollzeitjob nach. Sie lassen keinen Zweifel daran, dass sie in der Musik ganz und gar aufgehen und als Vollblutmusiker auch ihre Bestimmung im Austropop gefunden haben. Dass sie trotz der genauen Umsetzung der Lieder dabei ihren eigenen Charakter mit einbringen, macht sie so sympathisch. Gabi Rasch