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A bisserl fein, a bisserl deftig

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Das Publikum in der Traunsteiner Kulturfabrik NUTS kam aus dem Lachen gar nicht mehr heraus beim Programm »Ois Echt« von Kabarettist Markus Langer (links) und Musiker Roland Hefter. (Foto: Heigl)

In seinen Liedern zeigt Roland Hefter manchmal auch eine frivole Seite, ist hier und da ein wenig hinterfotzig und auf heitere Art lustig. Mit seinem feinen und hin und wieder deftigen bayrischen Humor unterhielt der Münchner Musiker das Publikum im ausverkauften Traunsteiner NUTS, das aus dem Lachen gar nicht mehr herauskam.


Ganz in der Tradition der Volkssänger, die um 1900 begannen, die Wirtshäuser und Bühnen in München und Wien zu bevölkern, wo sie Lieder über die Unpässlichkeiten der kleinen Leute sangen, gegen die Großkopferten zahnten und Gedanken über das Zwischenmenschliche auch nicht zu kurz kamen. Mit Liedern wie: »I dad’s macha«, »I brauch’ des ned, i wui des ned«, »Des is doch jedem scho passiert«, »Des werd scho no«, »Schlimmer geht’s immer« und seinem wohl bekanntesten Ohrwurm »Des Lebn is eh’ scho’ schwer, und jetzt kummst du daher« begeisterte der Sänger das Publikum. Man kann Roland Hefter, der auch als Schauspieler in der Serie »München 7« mitwirkt, bei der Kultband Isarrider mitspielt und zuletzt mit dem Projekt »Drei Männer, nur mit Gitarre« Erfolge feierte, durchaus als Original bezeichnen, so charmant, witzig und unverstellt wie er ist. »Ois Echt«, so nennt sich dann auch das Programm, dass er gemeinsam mit dem Kabarettisten Markus Langer dem Traunsteiner Publikum vorstellte.

Markus Langer, vielen bekannt als »Bumsinger«, regte mit seinen Geschichten das Kopfkino an und so sah man ihn direkt vor sich, wie er in der knapp sitzenden Badehose mit Leopardenmuster und seinen Hausschuhen aus Schafffell sich in sein Auto setzt, um schnell den Sohn vom Bahnhof abzuholen. Nach sieben Weißbier und einigen Verwicklungen an der Tankstelle – die Frau hat wieder einmal den Tank leer gefahren – und einen kurzen Aufenthalt bei der Polizei misslingt das Unternehmen und er kehrt ohne Sohn zurück.

Mit einer gemeinsamen Zugabe, »Mir tuats Mei weh«, auf den bekannten Frank-Sinatra-Song »My Way« getextet, die noch einmal viele finale Lacher produzierte, verabschiedeten sich die Künstler. Barbara Heigl