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70 Jahre Salzburger Kulturvereinigung

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Das Leitungsteam der Kulturvereinigung mit (von links) Vizepräsident Othmar Raus, Elisabeth Fuchs, Josefa Hüttenbrenner und Präsident Hans Schinwald. (Foto: Aumiller)

Die Jubiläumssaison der Salzburger Kulturvereinigung startet am 10. Mai 2017 mit dem herausragenden, dreitägigen Gastspiel des Swedish Radio Symphony Orchestra mit seinem Chefdirigenten Daniel Harding und dem Stargeiger Joshua Bell, der das Violinkonzert von Max Bruch spielen wird. Dazu kommen Sinfonien von Brahms und Mahler zu Gehör.


Bei der Programmpräsenta-tion für die Jubiläumssaison 2017/18 im umgebauten und neu gestalteten Georg-Trakl-Zentrum sprachen Elisabeth Fuchs und Josefa Hüttenbrenner, die Geschäftsführerinnen für den künstlerischen und kaufmännischen Bereich, zusammen mit Hans Schinwald, dem Präsidenten der Kulturvereinigung, vom großen Erfolgsfaktor und gewichtigen Stellenwert, den der heute führende Konzertveranstalter seit der Gründung 1947 erreicht hat. Dabei kam auch die große Wertschätzung für den inzwischen 90-jährigen Dr. Heinz Klier zum Ausdruck, der 1951 als damals 24-Jähriger Leiter des »Bildungsauftrags« war, aus dem später die Volkshochschule hervorgegangen ist. Klier wurde damit zum Wegbereiter für die Erfolgsgeschichte der Kulturvereinigung, deren Leitung er bis 2008 innehatte und der er heute noch als Vizepräsident angehört.

Am 11. Oktober findet das Jubiläumskonzert »70 Jahre Salzburger Kulturvereinigung« im Großen Festspielhaus statt, mit fast identischem Programm wie beim ersten Kulturvereinigungskonzert am 17. Oktober 1952. Wie damals spielt das Mozarteumorchester Bedrich Smetanas »Die Moldau«, Peter Iljitsch Tschaikowskis »Fünfte« und dazwischen, anstelle der damaligen Kodaly-Tänze, Mozarts Klavierkonzert KV 466 mit dem Pianisten Peter Lang. Die Leitung hat der neue Chefdirigent Riccardo Minasi. Als Dankeschön für Heinz Klier fiel die Wahl auf dessen Lieblingskonzert KV 466, zu dem er sogar im Autokennzeichen seine Affinität dokumentiert. In Ergänzung würdigt der Salzburger Künstler Johann Weyringer mit einer zweiwöchigen Jubiläumsausstellung im Großen Festspielhaus die Verdienste der Kulturvereinigung.

Zuvor bringt der September die Begegnung mit dem jungen Wiener Geiger und Sibelius-Wettbewerb-Preisträger Emanuel Tjeknavorian mit den Violinkonzerten von Beethoven und Sibelius. Dazu gibt es Hector Berlioz’ »Symphonie Fantastique« mit Marko Letonja am Pult des Mozarteumorchesters Salzburg. Weitere Höhepunkte aus dem reichhaltigen Angebot sind im Oktober die drei Konzerte des Orquestra de Cadaqués und der Stargeigerin Leticia Moreno, die unter der Leitung von Jaime Martin mit spanischem Flair aufwarten. Stéphane Denève dirigiert im November Belgiens führenden Klangkörper Brussels Philharmonic mit den Solisten Gautier Capuçon und Lars Vogt.

Der französische Klangmagier François Leleux kommt im Januar 2018 als Solist und Dirigent mit der ungarischen Nationalphilharmonie. Er spielt die Oboenkonzerte von Mozart und Ludwig August Lebrun und dirigiert Franz Schuberts 4. Symphonie. Bruckners Achte wird von Markus Poschner mit dem Brucknerorchester Linz aufgeführt und Vladimir Fedoseyev widmet sich russischer Musik mit dem Tschaikovsky Symphony Orchestra. Im Februar dirigiert der Shooting Star Lahav Shani die Wiener Symphoniker und Mischa Maisky spielt Dvoráks Cellokonzert mit dem SWR Symphonieorchester. Im April 2018 folgt zum Saisonschluss »Die Schöpfung« von Joseph Haydn mit dem Mozarteumorchester und dem Salzburger Bachchor. Matthew Halls dirigiert.

Die Silvestergala richtet das Ballaststofforchester aus und die Neujahrskonzerte im Großen Festspielhaus das Zagreb Philharmonic Orchestra unter der Leitung von David Danzmayr. Das Straßentheater ist vom 21. Juli bis 13. August 2017 an 40 Plätzen in Stadt und Land Salzburg zugange. Bei der Programmpräsentation richtete sich der Blick des Leitungsteams auch noch auf die auslaufende Saison, die im kommenden April das Norrköping Symphony Orchestra mit dem Dirigenten Florian Krumpöck präsentiert sowie die Stuttgarter Philharmoniker mit Edward Elgars zweiter Symphonie und dem Violinkonzert von Tschaikowski. Elisabeth Aumiller