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Der ehemalige Torjäger des FC Bischofswiesen Nico Böttger wurde wegen Personalmangels zum Abwehrchef umfunktioniert. Doch auch der Routinier ist derzeit ohne Möglichkeit, die Talfahrt seines ehemals so erfolgreichen Clubs zu stoppen. Foto: Anzeiger/Wechslinger

Peterskirchen – Auch im achten Saisonspiel gelang dem FC Bischofswiesen kein Befreiungsschlag. Mit 1:6 ging der FCB in Peterskirchen im Mörntal-Stadion unter. Dabei führten die Bischofswieser bis in die 62. Minute verdient mit 1:0 und erzielten sogar das 2:0, das jedoch nicht anerkannt wurde. Danach kippte das Spiel plötzlich und die Gastgeber überfuhren die Bischofswieser mit einem halben Dutzend Treffern. Zuletzt siegten die Bischofswieser vor drei Jahren noch mit 3:2 in Peterskirchen. Damals war der neue Bischofswieser Trainer Sebastian Parma noch als Spieler am Ball.


Magere drei Punkte stehen immer noch auf der Habenseite des Bezirksliga-Absteigers, der nun auch eine Klasse tiefer noch nicht angekommen ist. Kurzfristig sind auch noch Sebastian Koller und Martin Fendt ausgefallen, während Felix Tschischke angeschlagen spielte. Das machte die Aufgabe des FC Bischofswiesen beim Tabellendritten nicht leichter. Dennoch begannen die Bischofswieser überraschend selbstbewusst und mit gutem Spiel. Alleine in den ersten 30 Minuten hätte Bischofswiesen mit 4:0 führen können. Michael Hirsch erzielte zwar in der 17. Minute nach gekonnter Vorarbeit durch Mannschaftskapitän Sebastian Vorberg den Führungstreffer des FCB, doch drei weitere Chancen vergab der quirlige Stürmer. Bis zur 30. Minute bestimmte der Gast das Spiel, dann kippte die Begegnung zugunsten der Gastgeber, die jedoch zunächst zu keinen zwingenden Chancen kamen. Bischofswiesen fand zurück ins Spiel und schon in der 49. Minute erzielte Hirsch ein astreines Tor, das jedoch der junge Unparteiische Florian Schäfer vom SV Bruckmühl wegen angeblicher Abseitsstellung nicht anerkannte. Der SV Bruckmühl bietet im Übrigen neun Schiedsrichter auf, so viele haben nicht einmal alle fünf Berchtesgadener Fußballvereine.

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Bischofswiesens Team ließ sich in Peterskirchen dennoch nicht von seiner guten Marschroute abbringen und hielt die Begegnung auch weiterhin offen: »Mit einem 2:0 hätten wir das Spiel wohl gewinnen können«, befand der Bischofswieser Trainer nach dem ungleichen Match, das nach gut einer Stunde völlig in eine andere Richtung ging. Denn mit dem Ausgleichstreffer von Dominik Schlögl spielte der TSV Peterskirchen seine Gäste förmlich an die Wand. Gegen die nun laufende Angriffsmaschinerie waren die jetzt total überforderten Bischofswieser macht- und hilflos. Und so erzielte der TSV Peterskirchen einen Treffer nach dem anderen. 2:1 (67.) durch einen Elfmeter von Mathias Wessely, der auch das 3:1 (73.) folgen ließ. Das 4:1 schoss wieder Schlögl (78.). Fast in Absprache folgten das 5:1 (85.) durch Wessely und das 6:1 (90.) zum halben Dutzend durch Schlögl.

Und so rangiert der FC Bischofswiesen nach acht Spielen mit drei Punkten aus drei Unentschieden an der vorletzten Stelle, gerade einmal um ein Tor besser als das Kreisliga 2- Schlusslicht SV Erlbach 2. Das für kommenden Samstag angesetzte Spiel des FC Bischofswiesen gegen den FC Töging 2 wurde auf den 3. Oktober verlegt. Somit greift das Team von Trainer Sebastian Parma erst wieder am 29. September um 14 Uhr beim TSV 1895 Teisendorf in den Spielbetrieb ein. Dann wird es zum Duell mit dem langjährigen Spieler des FC Bischofswiesen, Moritz Bauregger, kommen, der seit drei Jahren sehr erfolgreich die Teisendorfer trainiert.

FC Bischofswiesen: Schnitzlbaumer; Ottmann, Böttger, Kuhn, Tschischke, Seidinger, Huthöfer, Geisler, Vorberg, Hirsch, Förg, Moralis, Strauch. Christian Wechslinger

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