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»47 Meters Down: Uncaged« mit Stallones Tochter

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"47 Meters Down: Uncaged"
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Sophie Nélisse als Mia, Corinne Foxx als Sasha, Sistine Stallone als Nicole und Brianne Tju als Alexa in einer Szene des Films "47 Meters Down: Uncaged". Foto: -/Concorde Filmverleih GmbH/dpa Foto: dpa

Promitöchter unter Wasser: Die Töchter von Sylvester Stallone und Jamie Foxx müssen in der Fortsetzung von »47 Meters Down« vor blutrünstigen weißen Haien davonschwimmen.


New York (dpa) - Vor zwei Jahren hätte Hollywood beinahe einen Erfolg verpasst. Seinerzeit sollte »47 Meters Down« eigentlich gar nicht ins Kino kommen, sondern einfach nur direkt auf DVD und in Streamingdiensten verwertet werden.

Es ging in dem Horror-Thriller um einen Tauchausflug, bei dem zwei Schwestern in einem Käfig zum Beobachten von Haien ins Meer gelassen werden, bevor dieser durch einen Unfall zu Boden sinkt und die Luft der beiden Taucherinnen knapp wird. Mandy Moore in einer Hauptrolle und die leidlich interessante Haihorror-Geschichte sorgten dann aber doch für einen Kinostart und einen überraschend ordentlichen Erfolg: Nach einem Produktionsbudget von fünf Millionen Dollar spielte der Film allein in den USA 44 Millionen Dollar ein.

Jetzt kommt deshalb sogar eine Fortsetzung in die Kinos, allerdings eine, die mit ihrem Vorgänger keine Figuren oder Handlungsstränge teilt. Dafür hat bei »47 Meters Down: Uncaged« (auch im Englischen ein sperriger Titel, übersetzt etwa »47 Meter tief: Aus dem Käfig«) die Besetzung für Schlagzeilen gesorgt. Denn zwei der Hauptrollen haben Sistine Rose Stallone (21) und Corinne Foxx (25) übernommen, die Töchter von »Rambo« Sylvester Stallone und Actionstar Jamie Foxx. Es sind ihre ersten großen Rollen.

Erzählt wird dieses Mal die Geschichte von vier High-School-Schülerinnen, die einen Schulausflug auf einem Boot schwänzen, um lieber auf eigene Faust eine unter Wasser gelegene Maya-Ruinenstadt zu erkunden. Durch eine Kettenreaktion jedoch wird versehentlich der Eingang zu der Ruine verschüttet, die vier sind unter Wasser gefangen. Es dauert nicht lang, bis der erste von mehreren weißen Haien auftaucht und anfängt, die Teenager durch die labyrinthartigen Gänge zu jagen.

Diese ohnehin absurde Geschichte ist auch noch unsauber inszeniert: Im Versuch, Spannung zu erzeugen, flackern ständig Lichtblitze von Lampen der vier durch das Wasser und erhellen die Raubfische; die Schreie in den Tauchermasken sind monoton und das Publikum geht verloren, weil sich kaum nachvollziehen lässt, wie genau ein Ausweg für die Figuren aussehen würde.

In ihren Taucheranzügen sind die vier Figuren ohnehin völlig austauschbar, denn die Autoren Johannes Roberts und Ernest Riera haben sich zuvor nicht die Mühe gemacht, sie mit erkennbaren Charakterzügen zu etablieren. Das gilt auch für die Stallone- und Foxx-Töchter. Das Drehbuch hält für sie kaum mehr bereit als peinliche Jugendsprache (»Wenigstens habe ich einen Arsch!«), genreübliches Schreien und entsetzte Blicke.

Die Finalszene gelingt aber und es gibt einige kleinere Anspielungen an andere Titel des Genres. Dieser Fortsetzung hätten trotzdem ein strengeres Konzept und spannendere Charaktere gut getan - 44 Jahre, nachdem »Der weiße Hai« das Genre einst begründet hat, geht dieser (übrigens komplett computeranimierten) Haiattacke sehr schnell die Luft aus.

47 Meters Down